Abfallbilanz 2004

Weiterhin erfolgreiche Trennung und Verwertung

Nur gering ist im zurückliegenden Jahr die Gesamtabfallmenge im Landkreis Mainz- Bingen gestiegen. Mit insgesamt 116 757 Tonnen wurden 1 695 Tonnen mehr Abfall aus Haushalten und anderen Herkunftsbereichen beseitigt und verwertet, als noch vor zwei Jahren. Mit Beginn des Jahres 2004 wurde die Kreismülldeponie Sprendlingen endgültig geschlossen. Seither wird der Mainz-Binger Restmüll nicht mehr deponiert, sondern im neuen Müllheizkraftwerk auf der Ingelheimer Aue in Mainz thermisch behandelt. Die angelieferte Abfallmenge aus dem Landkreis zum Müllheizkraftwerk betrug im vergangenen Jahr 28 757 Tonnen. Dies entspricht einer Quote von 24,63 Prozent gemessen an der gesamten Abfallmenge. Geringfügig um 4 301 Tonnen angestiegen ist  auch  die Gesamtmenge der vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (AWB) erfassten Wertstoffe mit insgesamt 88 000 Tonnen, was einer Quote von 75,37 Prozent der gesamten Abfallmenge ausmacht.
Beim Hausmüllaufkommen ist weiterhin Kontinuität zu verzeichnen. Hier sind die Abfallmengen bei steigenden Einwohnerzahlen verglichen mit 2003 um 811 Tonnen auf insgesamt 23 161 Tonnen angestiegen. Mit durchschnittlich 116,2 Kilogramm Restmüll je Einwohner liegt der Landkreis nach wie vor deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 164,6 Kilogramm je Einwohner. “Damit bestätigt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre: Aufgrund der sehr erfolgreichen Maßnahmen zur Abfallvermeidung und –Verwertung unterliegen die Restmüllmengen keinen großen Veränderungen. Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis trennen ihren Müll überaus gewissenhaft und erfolgreich und leisten so einen großen Beitrag zum Umweltschutz”, freut sich Landrat Claus Schick. Das wird auch an der Verwertungsquote deutlich. Sie liegt im landesweiten Vergleich wie schon in den vergangenen Jahren an einer Spitzenposition.
Fast konstant blieb die Sperrmüllmenge. Sie stieg im vergangenen Jahr auf 3 186 Tonnen und damit um lediglich 172 Tonnen an. Gleiches trifft auf die Papiermüllmenge zu. Diese stieg um 531 auf 18 076 Tonnen. Dennoch nimmt auch hier der Landkreis landesweit mit 90,7 Kilogramm je Einwohner und Jahr weiterhin einen Spitzenplatz bei der Sammelquote ein.
Über den Gelben Sack und die Gelbe Tonne wurden  7 581 Tonnen, über die Wertstoffhöfe 636 Tonnen Kunststoffe und Leichtverpackungen gesammelt. Merklich angestiegen ist die Gesamtmenge der Bioabfälle, von 16 341 auf 17 726 Tonnen. Erneut deutlich angestiegen sind die Mengen der Grünschnittsammlung auf den Wertstofhöfen im Landkreis: hier stieg die angelieferte Menge um 2 712 auf 24 632 Tonnen.

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