“Girls‘ Day” in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen

11 Schülerinnen schnupperten Behördenluft

Landtat Schick bei der Begrüßung einiger Teilnehmerinnen

Beim diesjährigen bundesweit

fünften “Girls‘ Day – Mädchenzukunftstag” konnten sich Schülerinnen auch im Landkreis Mainz-Bingen einen Einblick in Berufe verschaffen, die bei der Berufswahl von Mädchen seltener in Betracht gezogen werden. Insgesamt 172 Kurz-Praktika-Plätze waren im Landkreis offiziell gemeldet. Darüber hinaus gab es noch diverse Einzelinitiativen, beispielsweise durch engagierte Eltern. An dem Angebot der Kreisverwaltung Mainz-Bingen in Ingelheim Behördenluft zu schnuppern, beteiligten sich elf Mädchen im Alter zwischen elf und 15 Jahren.
“Ich wünsche euch, dass ihr nach dem heutigen Tag den Mut bekommt, auch eine bisher männerdominierte Berufsausbildung anzustreben”, gab Landrat Claus Schick den Kurzzeit-Praktikantinnen mit auf den Weg. Klaus Stulz, Ausbildungsleiter der Kreisverwaltung informierte über die Ausbildungsmöglichkeiten im Haus und verwies auf die zusätzliche Möglichkeit von Schülerpraktika in der Ingelheimer Behörde. In den einzelnen Abteilungen, darunter Bauabteilung, Ordnungsbehörde, Energie- und Umweltberatungszentrum, Abfallbehörde und in der EDV machten sich die Mädchen ein Bild davon, dass die Arbeit bei der Kreisverwaltung interessante Aufgabenfelder umfasst. Nach den Erfahrungen der Mainz-Binger Gleichstellungsbeauftragten Karin Diehl stürzen sich immer wieder über die Hälfte der Bewerberinnen für einen Ausbildungsplatz auf nur sechs Ausbildungsberufe: Bürokauffrau, Arzthelferin, Einzelhandelskauffrau, Friseurin, Verkäuferin und Industriekauffrau.
“Deshalb will der “Girls‘ Day” dazu beitragen, das Berufswahlspektrum der Mädchen zu erweitern”, erklärt Diehl. “Denn wenn ein Mädchen die nötigen Qualifikationen mitbringt, hat sie in einem ‚typischen‘ Männerberuf genau so gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle”, macht Diehl jungen Mädchen Mut. Im Vorfeld hatte die Mainz-Binger Gleichstellungsbeauftragte Betriebe im Landkreis aufgerufen, sich am  “Girls‘ Day” mit Betriebsführungen, Informationen zu Ausbildungsberufen und anderen Aktionen zu beteiligen. “Die erneute positive Resonanz in diesem Jahr zeigt, dass sich die Aktion inzwischen erfolgreich in den Betrieben und Schulen etabliert hat”, erklärt Diehl abschließend.

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