Tagespflege

Kreisvolkshochschule bietet Qualifizierung an

Mit neuem Personal und neuer Software wird derzeit die Tagespflegebörse bei der Kreisverwaltung Mainz-Bingen neu aufgebaut. Der Bedarf für eine Tagesbetreuung von Kindern bis drei Jahren besteht und nimmt zu. Das zeigen auch erste Ergebnisse der Bedarfsanalyse, die derzeit in der Kreisverwaltung ausgewertet wird. “Wir suchen deshalb Personen, die eine solche Betreuungsform für Kinder anbieten”, erklärt Irene Alt, zuständige Kreisbeigeordnete. Für die Koordination ist das Jugendamt zuständig. Nachdem zu Jahresbeginn das Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) in Kraft getreten ist, werden im Landkreis in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Qualifizierungskurse, die mit einem Zertifikat abgeschlossen werden, angeboten. Hier werden diejenigen Qualifikationen vermittelt, die der Gesetzgeber im TAG an die Tagesmütter stellt. Die Aus- und Weiterbildung umfasst 160 Unterrichtsstunden und wird in Teilzeit in der Kreisverwaltung in Ingelheim durchgeführt. Der erste Kurs beginnt im November dieses Jahres. Auf dem Unterrichtsplan stehen neben der Vermittlung von pädagogischem Wissen auch organisatorische und rechtliche Grundlagen der Betreuungstätigkeit. Eine Informationsveranstaltung zu diesem Kurs findet statt am Montag, 12. September 2005 um 17.30 Uhr in der Kreisverwaltung. Für Dorothee Mitra-Görg, die in der Kreisverwaltung für die Tagspflegebörse verantwortlich ist, steht derzeit zunächst die Kontaktaufnahme mit allen bekannten Tagesmüttern an. “Rund 250 Adressen umfasste die bisherige Liste, viele Angebote waren uns auch gar nicht bekannt, da sie über Mund-zu-Mund Propaganda vermittelt wurden. Deshalb sind wir auch sehr daran interessiert, dass sich auch Tagesmütter, die derzeit schon betreuen, bei uns melden”, erklärt Irene Alt. Mitra-Görg beschreibt ihre derzeitige Arbeit: “Anhand der vorhandenen Adressen frage ich nun im persönlichen Gespräch ab, ob es noch freie Plätze gibt, wie die persönlichen, räumlichen und auch zeitlichen Voraussetzungen sind.” Bislang hatte die Kreisverwaltung Anfragen anhand der Listen vermittelt, eine Verpflichtung von Eltern und Betreuern zur Rückmeldung – auch ob eine Vermittlung erfolgreich war – bestand nicht. Dies ändert sich nun mit dem TAG. Und zumindest bei neuen Betreuungsverhältnissen werden bestimmte Voraussetzungen verlangt. Dabei hilft auch eine neue Software, denn Angebot und Nachfrage müssen koordiniert werden. Nicht nur, was die räumliche Erreichbarkeit angeht, sondern auch, welche Kinder zu bestimmten Tagesmüttern passen oder auch, wie viele Kinder jeweils betreut werden können. “In einem großen Haus mit Garten und guter Erreichbarkeit ergeben sich mehr und andere Möglichkeiten, als in einer Etagenwohnung. Ein wichtiger Teil des Angebotes sind jedoch beide. Ein Haushalt mit Haustieren ist für ein Kind mit beispielsweise Hunde- oder Katzenhaarallergie keine geeignete Betreuungsstätte”, gibt Mitra-Görg zwei einfache Beispiele, wie Angebot und Nachfrage miteinender verzahnt werden müssen. Daneben bietet Mitra-Görg auch eine qualifizierte Beratung und Information zur Tagesbetreuung an. Auch der Austausch von Tagesmüttern untereinander, beispielsweise durch regelmäßige Treffen oder Stammtische, soll gefördert werden. Sowohl Eltern, als auch Tagesmütter können sich mit Fragen und Problemen an sie wenden. Eltern, die Tagesmütter suchen und Personen, die eine solche Betreuung schon anbieten und noch anbieten möchten, können sich melden bei Dorothee Mitra-Görg, Telefon 0 61 32 / 787 - 33 07, oder per E-Mail .
Im Rahmen des Ausbaus der Tagespflege wurde von der Kreisverwaltung auch eine Broschüre herausgegeben, die eine umfassende Übersicht über alle Kinderbetreuungsstätten im Landkreis gibt. “Erstmals können Eltern hier auf einen Blick alle institutionellen Adressen und auch die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungsstätten in der für sie in Frage kommenden Region finden”, so Alt. Verzeichnet sind nicht nur die kommunalen, sondern auch kirchlichen Kindertagesstätten, private Initiativen und Einrichtungen sowie Betreuende Grundschulen und schulische Ganztagsbetreuung. Die Broschüre “Kinderbetreuungsstätten im Landkreis Mainz-Bingen” erhalten Interessierte beim Jugendamt der Kreisverwaltung, Sebastian Kimmich, 0 61 32 / 787 – 33 05, oder per E-Mail.

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