Fit wie ein Turnschuh

Kinder und Eltern können mitmachen

“Fit wie ein Turnschuh” können Zweitklässler im Landkreis Mainz-Bingen werden, wenn sie mit ihren Klassen beim gleichnamigen Projekt der Kreisverwaltung mitmachen. Grundschulklassen, die teilnehmen möchten, erhalten von der Umweltschutzbeauftragten ein Paket mit Begleitinformationen für die Pädagogen, Flyern für die Eltern und Schulwegheften für die Kinder. Das Projekt war bisher ein großer Erfolg: Im Jahr 2004 haben 25 Schulen teilgenommen, so dass das Material schließlich restlos vergriffen war. Mittlerweile sind die Unterlagen aber längst nachgedruckt und wieder für alle interessierten Schulen, Schulklassen und Pädagogen bei der Umweltschutzbeauftragten des Landkreises erhältlich.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt von der Umweltschutzbeauftragten Ruth Wagner – Schmitt in Kooperation mit Daniele Darmstadt, der Fachberaterin für Kommunale Kindertagesstätten, dem
kinder- und jugendärztlichen Dienst der Kreisverwaltung und der Deutschen Verkehrswacht sowie mit Unterstützung vom Adipositas - Netzwerk Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung. Dabei geht es darum, dass die Kinder ihren Schulweg wieder zu Fuß gehen. “Das ist heute nicht mehr die Regel”, weiß Ruth Wagner-Schmitt, Umweltschutzbeauftragte des Landkreises und Initiatorin des Projektes, “ denn viel zu oft werden die Kinder mit dem “Elterntaxi” zur Schule gebracht.” Das führt dazu, dass viele Kinder heutzutage wenig Ausdauer besitzen. Die mangelnde körperliche Betätigung ruft Haltungsschäden und Übergewicht hervor.

“Aber nicht nur die mangelnde Bewegung ist das Problem, sondern auch die fehlende Verkehrssicherheit”, betont Ruth Wagner-Schmitt. “Dadurch, dass die Kinder alles aus der `Windschutzscheiben-Perspektive` erleben, nehmen sie ihre Umwelt ganz anders wahr. Und gleichzeitig gefährden Autos, die den Schulweg kreuzen natürlich die Sicherheit der Schulkinder.”

Ein weiterer Aspekt von “Fit wie ein Turnschuh / Wir gehen zu Fuß zur Schule” ist die Einschränkung vermeidbarer Autofahrten als praktischer Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Kinder und ihre Eltern leisten so ihren ganz persönlichen Anteil am Umweltschutz.

“Sinnvoll ist es auf jeden Fall, einen Elternabend zu dem Projekt zu veranstalten.“Die Mitarbeit und Unterstützung der Eltern ist sehr wichtig”, sagt Ruth Wagner-Schmitt, “denn diese sollen ja darauf verzichten, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen.” Danach notieren die Schülerinnen und Schüler dann eine Woche lang anhand von verschiedenen Fragen ihre Beobachtungen auf dem Schulweg in ihr Arbeitsheft. Begleitend dazu sollen in der Schule die jeweiligen Aspekte besprochen werden.

Interessierte wenden sich an die  Umweltschutzbeauftragte des Landkreises Mainz-Bingen, Ruth Wagner-Schmitt, Tel.: 0 61 32 / 787 – 23 12, oder per E-Mail

Ansprechpartner:

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Tel.: 0 61 32 / 787-10 12

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