Nein zu Gewalt gegen Frauen

Fahnen weisen auf Internationalen Gedenktag hin

Am Freitag, 25. November 2005, hissen in ganz Deutschland Gleichstellungsbeauftragte, Frauenorganisationen, Kirchen und Gewerkschaften blaufarbene Banner mit dem Aufdruck “frei Leben ohne Gewalt”. Anlässlich des internationalen Gedenktages “Nein zu Gewalt an Frauen” werden auch vor den Verbandsgemeindeverwaltungen, den Stadtverwaltungen und der Kreisverwaltung Mainz-Bingen entsprechende Fahnen wehen. Sinn und Zweck der Aktion ist es, auf die vielfältige Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. “Wir setzen an diesem Tag mit dieser großen Fahne vor der Kreisverwaltung ein weithin sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen”, so Landrat Claus Schick.

Aus diesem Anlass bietet die Gleichstellungsstelle der Kreisverwaltung Mainz-Bingen am 25. November 2005 außerdem ein Beratungsangebot für Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung an. Die telefonische Beratung richtet sich nach den individuellen Anliegen der Einzelnen, bspw. psycho-soziale Beratung, Vermittlung von Anlaufstellen wie etwa Frauenhäuser oder familienrechtliche Informationen. Die Beraterin ist Diplom-Sozialpädagogin mit therapeutischer Zusatzqualifikation “Systemische Beratung”. Die Beratung ist vertraulich, anonym und kostenfrei. Das Telefon unter der Nummer 0 61 32 / 787 – 10 41 ist von 9 bis 12 Uhr besetzt.

Ebenfalls am 25. November 2005 starten die Gleichstellungsbeauftragte der VG Nierstein-Oppenheim und die Beratungsstelle Notruf in der Zeit von 10 bis 18 Uhr mit einem Infostand im SKB-Markt in Oppenheim, St.-Ambrogio-Ring, eine Aufklärungsaktion gegen sexuelle Gewalt.  In Ingelheim findet am Samstag, 26. November 2005 zwischen 9 und 12 Uhr auf dem Marktplatz eine Informationsveranstaltung zum gleichen Thema statt. Gewalt in engen sozialen Beziehungen ist keine Privatsache mehr, sondern eine schwerwiegende Straftat, für die der Täter oder die Täterin zur Verantwortung  gezogen werden muss. Weitere Informationen hierzu bei der Polizei Ingelheim oder der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ingelheim.

Noch immer ist Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit an der Tagesordnung. In Deutschland kommt es beispielsweise in jeder vierten Partnerschaft zu körperlicher Gewalt. “Doch die Fahne symbolisiert auch Hoffnung: Seit Beginn der Aktion setzen sich mehr und mehr Gemeinden, Institutionen und Privatpersonen für Gleichberechtigung ein und hissen die Fahne”, berichtet die Mainz-Binger Gleichstellungsbeauftragte Karin Diehl. Der 25. November ist seit 1999 von den Vereinten Nationen als internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen anerkannt. Er erinnert an die drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet wurden. Ihr Kampf gegen den Diktator Trujilo gilt als weltweites Symbol für mutige Frauen.

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