Ins eigene Fleisch geschnitten
Notruf Mainz organisiert Vortrag zu selbstverletzendem Verhalten
Aufgeritzte Arme, Brandwunden, Schnittverletzungen - selbstzugefügte Verletzungen finden sich gehäuft bei Mädchen und Frauen. Sie lösen in der Begegnung widersprüchliche Gefühle zwischen Entsetzen, Mitleid und Hilflosigkeit hervor und machen die psychische Not der Betroffenen deutlich. Karin Diehl, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mainz-Bingen, informiert in diesem Zusammenhang über ein Vortragsangebot von Notruf und der Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen e.V. in Mainz.Am Dienstag, 13. Dezember 2005 bieten der Notruf und die Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen e.V. um 14 Uhr einen Vortragsnachmittag für Frauen zum Thema “Selbstverletzendes Verhalten” an. Referentin ist die Notrufmitarbeiterin Anette Diehl.
Für Betreuerinnen und Bezugspersonen stellt selbstverletzendes Verhalten nicht selten eine große Belastung im Umgang dar. Auch in der Beratungsarbeit der Fachstelle zum Thema Sexualisierte Gewalt taucht das Phänomen immer wieder auf. “Dabei wird deutlich wie wichtig es für die Betroffenen und die Beraterin ist, darüber offen sprechen zu können”, wissen die Beraterinnen im Notruf aus Erfahrung.
Der Vortrag bietet eine Auseinandersetzung mit dem Tabu-Thema und kann zu einem besseren Verständnis der Beraterinnen für die Ursachen von selbstverletzendem Verhalten führen. Er richtet sich sowohl an Fachkräfte aus dem psychosozialen und medizinischen Bereich als auch an Betroffene und deren Bezugspersonen.
Finanziert wird der Nachmittag vom Ministerium für Bildung, Jugend und Frauen.
Interessierte Frauen können sich im Notruf unter Tel.: 0 61 31 / 22 12 13 oder per E-Mail.