Säureteich Gau-Algesheim
SGD-Süd stellt bei “Startbesprechung” mit Kreisverwaltung Fahrplan vor – Kreisverwaltung ist bereit, Sanierungsmaßnahme zu übernehmen
Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd hat in einer “Startbesprechung” bei der Kreisverwaltung Mainz-Bingen in Ingelheim den Fahrplan für die Sanierung des Säureteerteichs inGau-Algesheim vorgestellt.
In einer Besprechungsrunde mit Landrat Claus Schick, dem zuständigen Geschäftsbereichsleiter der Kreisverwaltung, Adam J. Schmitt, Bürgermeister Dieter Linck dem Stadtbeigeordneten Bernhard Gerster aus Gau-Algesheim und Vertretern des Mainzer Umweltministeriums erläuterte Ralf Neumann, Vizepräsident der SGD Süd, dass zunächst durch eine Variantenstudie geklärt werden muss, welcher der zwei grundsätzlich möglichen Sanierungsvarianten, Sicherung oder Beseitigung, unter Beachtung der ökologischen wie ökonomischen Rahmenbedingungen der Vorzug zu geben ist. Diese Vorplanung mit Grundlagenermittlung wird von der SGD Süd, die als Bodenschutzbehörde für Altlastensanierungen zuständig ist, in Auftrag gegeben. Sobald die Vorplanung fachlich geprüft und mit den Beteiligten abgestimmt ist, kann dann ein Sanierungsplan erarbeitet werden, der nach Genehmigung durch die SGD Süd die Rechtsgrundlage für die durchzuführenden Bau- und Überwachungsmaßnahmen bilden wird.
Die Kosten der Sanierung werden aus einem Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz finanziert. Voraussetzung ist, dass eine Kommune die Trägerschaft der Sanierung übernimmt. Der Landkreis Mainz-Bingen hat sich bereits im Vorfeld bereit erklärt, nach Abschluss und Auswertung der Variantenstudie und bei vollständiger Übernahme der Sanierungskosten durch das Land die Sanierungsträgerschaft zu übernehmen.
Bei dem Säureteerteich handelt es sich um eine ehemalige Sandgrube, die in den Jahren 1935 bis 1960 von einem Gau-Algesheimer Chemieunternehmen als Deponie für Abfallprodukte aus der Altölaufbereitung genutzt wurde. Das Ablagerungsvolumen wird auf 3 000 Kubikmeter geschätzt. In ihrem derzeitigen Zustand gehen von der Altlast zwar keine akuten Gefahren aus, mittel- und langfristige Gefahren für die Umweltmedien Wasser, Boden und Luft können allerdings nur durch geeignete Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen abgewendet werden.
In Anbetracht des breiten Spektrums von Sanierungsmöglichkeiten, die in den vergangenen Jahren von Wissenschaft und Technik entwickelt und erfolgreich zum Einsatz gebracht wurden, ist Neumann zuversichtlich, dass auch der Säureteerteich Gau-Algesheim in absehbarer Zeit zu den sanierten Altlasten gezählt werden kann.