Schwangerenberatung
Landkreis finanziert fünf Stellen bei freien Trägern
Der Landkreis Mainz-Bingen strukturiert mit dem Jahr 2006 die Schwangerenberatung neu. Pro 40 000 Einwohnern muss sich der Landkreis künftig an der Finanzierung je einer Beraterstelle mit 30 Prozent der Personalkosten beteiligen, außerdem noch das Land mit 50 Prozent. Zusätzlich fallen Zuschüsse an den Sachkosten in gleichen Anteilen an. Wurden bisher insgesamt drei Stellen in der Schwangerenberatung vom Landkreis finanziert, sind es ab diesem Jahr nun fünf Stellen bei den freien Trägern. Für den Landkreis bedeutet dies einen finanziellen Mehraufwand von etwa 36 000 Euro. “Mit dieser Lösung kommt der Landkreis den Vorgaben auf Bundesebene zur Finanzierung der Schwangerenberatung voll nach”, bilanziert die zuständige Kreisbeigeordnete Irene Alt.Mit der Änderung der Landesverordnung über die Förderung von Beratungsstellen nach dem Schwangerenberatungsgesetz geht damit auch die Umstrukturierung in der Finanzierung durch Kommunen, Land und den freien Trägern selbst einher. Die Bezuschussung der Schwangerenberatung von Pro Familia in Mainz, die auch für Bürgerinnen aus dem Landkreis offen steht, erfolgte bisher auf den Beratungsfall bezogen. Fest steht für den Landkreis, dass eine Stelle beim Diakonischen Werk, angesiedelt in Ingelheim und Oppenheim bezuschusst wird, außerdem weitere Stellen bei Pro Familia in Mainz und der katholischen Schwangerenberatung im Bistum Mainz. Die genaue Verteilung der Beraterstellen wird in Verhandlungen zwischen Land und freien Trägern geregelt.