Frauensauna im Regionalbad “rheinwelle”

Mainz-Binger Ausschuss für Gleichstellung setzt sich für Forderung ein

Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frau und Mann des Landkreises Mainz-Bingen hat einstimmig beschlossen, die Forderung nach einem Frauensaunatag im Regionalbad “rheinwelle” zu unterstützen. Die Ingelheimer Gleichstellungsbeauftragte Gisela Stammnitz und die Beigeordnete der Stadt Ingelheim Irene Hilgert hatten dafür eine Unterschriftenaktion gestartet. In einem Schreiben an die Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Bürgermeister Ralf Claus und Beigeordneten Michael Hübner, übermittelt Landrat Claus Schick den Beschluss des Gleichstellungsausschusses. “Ich kann gut verstehen, dass es viele Frauen als unangenehm empfinden, von wildfremden Männern in der Sauna angestarrt zu werden” ist Claus Schick überzeugt.

Der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Mainz-Bingen unterstützt ebenfalls die Forderung ihrer Kollegin Gisela Stammnitz aus Ingelheim sowie vieler Frauen nach einem eigenen Saunatag für Frauen im neuen Regionalbad “rheinwelle”. “Wir finden es unverständlich, wieso sich Frauen überhaupt für den Wunsch nach einem Frauensaunatag rechtfertigen müssen” gibt Karin Diehl, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mainz-Bingen, die Meinung ihrer Kolleginnen wieder. “In einer Gesellschaft, in der Frauen in erster Linie über ihr Äußeres definiert werden, ist dieser Wunsch doch selbstverständlich.” Die Gleichstellungsbeauftragten wünschen sich vom Geschäftsführer der “rheinwelle” etwas mehr Sensibilität in dieser Frage. “Auch wirtschaftliche Argumente sprechen für einen Frauensaunatag” ergänzt Karin Diehl. “Wer einmal am Frauensaunatag montags im Bäderhaus Bad Kreuznach war, weiß, wie brechend voll es dort ist!”

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