Jahresbericht 2005

Tollwut, Fleischskandal und Geflügelpest beschäftigten Veterinär- und Gesundheitsamt

Tollwut, Fleischskandal, der frühere Zirkus Althof und die Angst des Übergriffs der Geflügelpest auf den Menschen - Themen, die die Mitarbeiter im Veterinär- und Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Mainz-Bingen im vergangenen Jahr besonders beschäftigten. Groß war dabei auch der Beratungsbedarf bei der Bevölkerung. Zum Teil bis zu 100 Anrufe täglich, dazu E-Mails und Faxe wurden in Mainz zur Geflügelpest beantwortet. Und auch der Besuch des amerikanischen Präsidenten Bush in Mainz sorgte für viel Arbeit und war gleichzeitig eine Abwechslung zu den üblichen Tätigkeiten für die Mitarbeiter. Denn auch das Gesundheitsamt war in die Vorbereitungen des Staatsbesuches eingebunden. Die Szenarien reichten von terroristischen Angriffen bis hin zur ärztlichen Versorgung bei möglichen Auseinandersetzungen von Demonstranten mit der Polizei. Die Mitarbeiter, die an diesem Tag Dienst hatten, verlebten aber schließlich einen äußerst ruhigen Dienst.

“Doch es sind nicht nur die ‚großen Themen’ und Ereignisse, die die Arbeit im Veterinär- und Gesundheitsamt ausmachen”, so die zuständige Kreisbeigeordnete Rosemarie Müller. Beispielsweise die Impfsprechstunde, Betreuung des neu eingerichteten Naturbades in Bingen und der “Rheinwelle” in Gau-Algesheim, der im Sommer erstmalig durchgeführte “Männergesundheitstag” in der Ingelheimer Kreisverwaltung, Schuleingangsuntersuchungen, Agrarförderung oder die gemeinsam mit dem Rheinhessischen Turnerbund angebotene Veranstaltung “Appetit auf Bewegung – Kinderfitness und Ernährung” werden organisiert, durchgeführt und gehören zur alltäglichen Arbeit. Hervorzuheben ist auch das 20-jährige Jubiläum der Aids-Beratungsstelle, das mit einer großen Gala unter dem Titel “Bunt wie das Leben” gefeiert wurde.

Es hat sich gezeigt, dass auch im derzeit laufenden Jahr die Geflügelpest wieder ein beherrschendes Thema war und im Spätjahr möglicherweise auch wieder sein wird. Noch stärker als bisher wird sich der Kinderärztliche Dienst im “Netzwerk Adipositas” engagieren, eine Kinderärztin der Kreisverwaltung ist in den dortigen Vorstand gewählt worden, im Veterinär- und Gesundheitsamt wird auch die Geschäftsstelle des “Netzwerkes Adipositas” angesiedelt werden.

“Im Bereich der Prävention wird 2006 ein Schwerpunkt der Arbeit des Gesundheitsamtes liegen”, erklärt Müller. Dies werde auch deutlich gemacht durch die Neuorganisation der Abteilung “Sozialpsychiatrischer Dienst, Gesundheitsförderung und Prävention”, die auch in enger Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich “Jugend und Soziales” arbeiten werde. In die neue Abteilung integriert ist auch die Koordinierungsstelle für die gemeindenahe psychiatrische Versorgung sowie die HIV-Fachberatungsstelle.

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