Paten gehen mit auf Lehrstellensuche

Erste Schritte der Initiative “Patente Paten” im Landkreis Mainz- Bingen

Gut zwei Monate vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres wurde jetzt im Landkreis Mainz-Bingen eine neue Initiative auf den Weg gebracht, durch die Jugendliche  bei der schwierigen Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt werden sollen. Mit einem Patenschaftsmodell will man Schulabgängern eine persönliche Betreuung an die Hand geben und vielfältige Kontakte nutzen, um auch denen, die bei ihrer Suche bisher erfolglos waren, noch eine Lehrstelle zu vermitteln. Im Rahmen des Projekts “Patente Paten”, das vom lokalen Bündnis für Familie Mainz-Bingen in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Mainz betreut wird, werden lebenserprobte ehrenamtliche Paten gesucht, die bereit sind, Jugendliche auf ihrem beruflichen Lebensweg zu begleiten. “Schwierigkeiten lassen sich im Verbund mit einem starken Partner immer besser meistern als allein”, beschreibt Irene Alt, Kreisbeigeordnete und Gründerin des lokalen Bündnisses für Familie in Mainz-Bingen den Grundgedanken des Projekts. “Gerade Jugendliche, die von zu Hause aus wenig oder gar nicht gefördert werden, haben es schwer. Die Paten können natürlich keinem einen Ausbildungsplatz garantieren, aber sie können mit ihrer Erfahrung kompetente Wegbegleiter sein, hier und da praktische Hilfestellung leisten und vielleicht auch bestehende Netzwerke nutzen.”

Im Rahmen einer ersten Informationsveranstaltung für angehende Paten erläuterte Elisabeth Detering, Leiterin der Arbeitsagenturen in Bingen und Ingelheim zunächst die aktuelle Situation auf dem regionalen Ausbildungsmarkt.  Mit aktuell 101 Bewerbern und 113 Stellenangeboten im Bezirk Ingelheim präsentiere sich der Ausbildungsmarkt auf den ersten Blick ausgeglichen, so Detering.  Tatsächlich aber scheiterten Bewerber immer öfter an den hohen Anforderungen der Ausbildungsbetriebe. Aufgabe der Paten könne es deshalb auch sein, Fördermöglichkeiten für Qualifizierungsbausteine sowie Alternativen zur betrieblichen Ausbildung aufzuzeigen. “Hierfür bekommen sie von uns natürlich die erforderlichen Informationen an die Hand”, ergänzt Susanne van Rijn, Teamleiterin der Berufsberatung in der Agentur für Arbeit Mainz. Damit die Paten, die laut Irene Alt in der Hauptsache ein bisschen Lebenserfahrung mitbringen müssen, sich untereinander austauschen können, wollen die Initiatoren des Projekts regelmäßige Treffen organisieren.

Berufsberaterin van Rijn freute sich, dass bei dem ersten Treffen bereits einige Paten für ihre “Patenkinder” gefunden werden konnten. “Aber der Bedarf ist nach wie vor groß”, sagt sie. “Wir suchen weiterhin engagierte Männer und Frauen,  die die Ausbildungsplatzsuche von Jugendlichen für dieses aber auch schon für das kommende Ausbildungsjahr unterstützen möchten. Interessierte können sich bei Frau Birgit Bohl Croseck, Evangelisches Dekanat Ingelheim,
unter Tel.: 0 61 32 / 7 18 90 melden.

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