Reisemedizinische Impfberatung
Hepatitis und Malaria können verhindert werden
Die Spinne in der Jucca-Palme mag eine Legende sein, weitererzählt, um das Gruseln zu lehren. Andere “Mitbringsel” aus dem Urlaub jedoch sorgen spätestens zu Hause, oft auch schon vor Ort, für gesundheitliche Probleme. Malaria, Hepatitis oder auch Typhus sind die typischen Reiseerkrankungen, vor denen man sich mit einer Impfung schützen kann. Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Mainz-Bingen bietet eine Reisemedizinische Impfberatung kostenlos jeden Mittwoch von 9 bis 15.30 Uhr in der Mainzer Außenstelle, Große Langasse 29 oder auch telefonisch unter 0 61 31 / 14 02 - 261, an.Für viele Reisen und das müssen nicht einmal Fernreisen in exotische Länder sein, wird eine Hepatitis A und B Impfung dringend empfohlen. Auch wer nicht verreist, sollte sich um einen Hepatitis-Schutz kümmern. Denn in Deutschland kann man sich ebenfalls mit dieser Krankheit anstecken”, empfiehlt Dr. Dietmar Hoffmann vom Gesundheitsamt. Bei Hepatitis A handelt es sich um die häufigste Reisekrankheit, die durch eine Impfung vermieden werden kann. Beispielsweise sind einer aktuellen italienischen Studie zufolge rund 20 Prozent aller Muscheln und Schalentiere des Mittelmeers mit Hepatitis-A infiziert. Ein Impfschutz vor Hepatitis B wird generell empfohlen, auch in Deutschland. Die Krankheit wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder Kontakt mit auch kleinsten Mengen infiziertem Blut übertragen und kann zu schwersten Leberschäden führen. “Die Kosten der Impfung für Jugendliche bis 18 Jahre werden ebenso übernommen, wie für Risikogruppen wie medizinisches Personal. Ein Schutz ist in jedem Fall sinnvoll”, rät Dr. Hoffmann.
Typische Reisekrankheiten sind Malaria und Typhus, die auch in Mittelmeerländern und afrikanischen Ländern auftreten können. Gegen Malaria schützt eine Prophylaxe. Es erfordert jedoch eine genaue Beratung, die richtigen Medikamente zu finden, da diese je nach Land, Region und Jahreszeit unterschiedlich sein können. Typhus ist eine der ganz wenigen Darmerkrankungen, vor denen man sich ebenfalls vor Reiseantritt mittels Impfung schützen kann. Nicht jedoch gegen “Montezumas Rache”. Mit dieser an sich harmlosen, aber das Urlaubserlebnis trübenden “Reisekrankheit” haben viele Urlauber schon im Reiseland zu kämpfen, vor allem in heißen südlichen Ländern. “Hier hilft meist nur der alte Grundsatz: `Wenn du es nicht kochen oder schälen kannst, vergiss es lieber’”, rät Dr. Hoffmann. Vorsicht also vor Blattsalaten, nicht durchgebratenem Fleisch, aber auch vor Eiswürfel und Getränken, die nicht abgepackt sind. Auch der plötzliche Wechsel vom kühlen Deutschland in heiße Länder kann zu kurzzeitigen Magen- und Darmproblemen führen.