Landesprogramm “Schulsozialarbeit an Hauptschulen”

Zwei Projekte starten im Landkreis Mainz-Bingen

Dieter Linck, Bürgermeister der Verbansgemeinde Gau-Algesheim, Kreisbeigeordnete Irene Alt und Ingelheims Bürgermeister Ralf Claus beim Unterzeichnen der Kooperationsvereinbarung

Mit zwei Projekten für Hauptschulen im Landkreis Mainz-Bingen wird zum neuen Schuljahr der Grundstein zur Schulsozialarbeit im Landkreis Mainz-Bingen gelegt. Ein Projekt startet je mit einer halben Stelle gemeinsam für die Regionale Schule Gau-Algesheim und die Pestalozzischule Ingelheim, das andere mit einer Vollzeitstelle an der Matthäus-Merian-Hauptschule in Oppenheim. Die dazu notwendigen Kooperationsvereinbarungen wurden inzwischen von allen Beteiligten unterzeichnet. Zu Beginn des neuen Schuljahres 2006/2007 werden Birte Nickel (Gau-Algesheim/Ingelheim) und Michael Huhn (Oppenheim) als Schulsozialarbeiter zur Verfügung stehen. Im Januar 2007 soll an einem dritten Standort im Kreisgebiet eine weitere Vollzeitstelle eingerichtet werden. Entsprechende Gespräche dazu werden derzeit mit der Verbandsgemeinde Sprendlingen sowie der Stadt Bingen geführt.


“Schulsozialarbeit ist eine zusätzliche pädagogische Ressource, die den schulischen Alltag und das schulische Leben bereichert”, erklärt die zuständige Kreisbeigeordnete Irene Alt.  Um jungen Menschen zu helfen das Recht auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung zu verwirklichen, seien, so Irene Alt, Hilfestellungen beim Aufbau und der Stabilisierung von Eigenverantwortung, Selbständigkeit, sozialer Kompetenzen und demokratischer Strukturen notwendig. “Mit den ersten beiden Schulsozialarbeitern kann die Jugendhilfe nun einen spezifischen Zugang zur Lebenswelt Schule bieten und damit neue Wege der Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe schaffen”, sagt Irene Alt.


Klaus Penzer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim, Kreisbeigeordnete Irene Alt und Hartmut Bräumer, 1. Vorsitzender TV Dienheim beim Unterzeichnen der KooperationsvereinbarungIn den jeweiligen Vereinbarungen erkennen der Landkreis Mainz-Bingen als Träger der öffentlichen Jugendhilfe, sowie die anderen beteiligten Gebieteskörperschaften als jeweils zuständige Schulträger die Erfordernis Schulsozialarbeit an. Die Personalkosten werden durch Zuschüsse des Landes sowie die betreffenden Schulträger – die Verbandsgemeinde Gau-Algesheim, die Stadt Ingelheim sowie die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim und beim Projekt Oppenheim als  weiterer Kooperationspartnern der TV Dienheim , abgedeckt. Die Sachkosten übernimmt der Landkreis Mainz-Bingen.


Bei der Umsetzung von Schulsozialarbeit im Landkreis Mainz-Bingen beteiligt sich der Kreis am Landesprogramm “Schulsozialarbeit an Hauptschulen”. Hierbei beantragt der Landkreis als Träger der öffentlichen Jugendhilfe die entsprechenden finanziellen Mittel beim Land und erstellt das Rahmenkonzept für die Schulsozialarbeit im Landkreis. Darüber hinaus dokumentiert der Landkreis das Projekt Schulsozialarbeit und trägt die Dienst- und Fachaufsicht. Das Projekt ist aus haushaltstechnischen Gründen derzeit zeitlich bis 31. Dezember 2006 an die Finanzierung durch Land und Kooperationspartner gekoppelt. Nach Aussage des Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend ist das Projekt auf Dauer ausgelegt, wobei die Antragstellung jährlich für ein Kalenderjahr zu erfolgen hat. “Die Projekte sind keine Eintagsfliegen. Durch jeweils erneute Antragstellung gewährleisten wir die nötige Kontinuität”, erklärt Irene Alt abschließend.

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