Diamantene Hochzeit in Dolgesheim

Landrat Schick gratuliert Marianne und Adolf Wagner

Landrat Claus Schick (dritter von links) gratulierte dem Jubelpaar Marianne (mitte mit Blumenstrauß) und Adolf Wagner (vierter von links)

Zur Diamantenen Hochzeit gratulierte Landrat Claus Schick in Dolgesheim Marianne und Adolf Wagner. Dabei überbrachte er auch die Glückwünsche des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck. Kennen gelernt haben sich die Eheleute in Dolgesheim. Die heute 81-Jährige war 1944 in ihrer Heimatstadt Darmstadt ausgebombt und von dort aus nach Dolgesheim evakuiert worden. In der rheinhessischen Gemeinde lernte sie dann den jungen Landwirt und Winzer Adolf Wagner kennen und lieben. Adolf diente damals als 16-Jähriger beim Arbeitsdienst und meldete sich noch im gleichen Jahr freiwillig zur Wehrmacht.


Als Soldat kam der gebürtige Dolgesheimer dann bei einer Panzerdivision in Schwätzingen zum Einsatz. Kurz vor Kriegsende wurde er im April von den amerikanischen Streitkräften gefangen genommen. Den Anblick der Mündung eines 45-er Colts hat der heute 78-jährige seither nicht vergessen. Während seiner Kriegsgefangenschaft war Wagner auch kurze Zeit im berüchtigten Gefangenen Langer in Bretzenheim an der Nahe inhaftiert. Nach seiner Entlassung Anfang September 1945 konnte ihn Marianne unversehrt wieder in die Arme schließen. Knapp ein Jahr später läuteten dann für das junge Glück die Hochzeitsglocken.


Wieder zu Hause arbeitete Wagner im elterlichen Betrieb als Landwirt und Winzer. Später trat er außerdem eine Teilzeitstelle bei der damaligen Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt (SLVA) in Oppenheim an, wo er an drei Tagen bis zum Renteneintritt tätig war. Seine Frau war bis zu ihrer Pensionierung Leiterin des Kindergartens in Guntersblum. Während sich Marianne zu Hause um Haushalt mit Sohn und Tochter kümmerte, widmete sich Adolf seinen musikalischen Hobbies. Im Gesangverein 1895 Dolgesheim ist er bereits seit 50 Jahren, beim Posaunenchor Dolgesheim seit 40 Jahren aktives Mitglied. Entsprechend groß war die Gratulantenschar der stolzen Großeltern einer Enkelin beim 65-jährigen Hochzeitsjubiläum.

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