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Die Stiftung “Kultur im Landkreis” Mainz-Bingen präsentiert noch bis Donnerstag, 19. Oktober 2006, im Foyer der Kreisverwaltung die Ausstellung “Heinrich Heine und Moses Mendelssohn”. Initiiert hat das Ausstellungsprojekt in Kooperation mit der Stiftung “Kultur im Landkreis” der rheinhessische Historiker Andreas Ranke. Ranke ist Leihgeber der Erstausgaben zu Werken von Heinrich Heine und Moses Mendelssohn, die im Rahmen dieser Ausstellung zum Gedenken an den 150. Todestag Heinrich Heines und den 220. Todestag von Moses Mendelson in diesem Jahr präsentiert werden. “Die Ausstellung stellt einen Beitrag dazu dar, zwei der ganz Großen wieder zu entdecken, in deren  Leben, Werk und Nachleben sich Politik und Zeitgeschichte aufs Vortrefflichste spiegeln”, erklärte Landrat Claus Schick zur Eröffnung der Ausstellung. “Die ausgestellten Erstausgaben von Heine und Mendelson sollen den Besuchern der Ausstellung einen Einblick in die Bedeutung der Autoren und ihrer jeweiligen Werke geben”.

Beide Literaten jüdischer Herkunft gelten als prägend für die Deutsche Kulturgeschichte. Diese Tatsache hat Leihgeber Andreas Ranke zum Anlass genommen, nach der Ausstellung zum Schillerjahr im vergangenen Jahr nun zwei weitere bedeutende Literaten im Foyer der Kreisverwaltung der Öffentlichkeit ins Gedächtnis zu rufen.  “Die ganze Diskussion der aktuellen Religionsdebatte könnte man sich sparen, würde man “Jerusalem” von Moses Mendelssohn lesen”, gab Ranke zu bedenken. Er fände es schade, dass die Probleme die Mendelssohn bereits vor 200 Jahren gelöst hatte, heutzutage wieder zu Missverständnissen und Unfrieden führten. Bezogen auf Heine stellte er fest, dass “der Politik heutzutage ein scharfzüngiger, humoriger und Aufrichtiger Kritiker wie ihn Heine zu seinen Lebzeiten verkörperte fehlt”.

Im Rahmen einer Soiree rezitierten nach den Ansprachen von Landrat und Ranke Schülerinnen der Hildegardis-Schule Bingen einige Heine-Werke unter der Moderation ihres Lehrers Walter Eichmann. Sein dortiger Kollege vom Fachbereich Musik, Dr. Gernot Blume und die Sängerin Dorothea Staab aus Münster-Sarmsheim ergänzten die Beiträge mit musikalisch vertonten Heine-Weisen. Die Ausstellung ist zu den Geschäftszeiten der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, Georg-Rückert-Straße 11 in Ingelheim zu sehen. Die Ausstellung endet am Donnerstag, 19. Oktober 2006 um 18 Uhr mit einer Finissage, die ebenfalls von einer Soiree im Kreistagssaal umrahmt wird.

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