Sanierung K25 zwischen Bacharach und Medenscheid

80 Stahlnägel sichern Böschung

Bei der Baustelleneinweisung für die Arbeiten zur Sicherung des Böschungsabbruchs an der K 25 zwischen Bacharach und Medenscheid, ließen sich  der für die Kreisstraßen zuständige Kreisbeigeordneter Adam Schmitt und der Bacharacher Stadtbürgermeister Dieter Kochskämper  vom Landesbetrieb Straßen und Verkehr Worms (LSV), dem geologischen Landesamt und die beteiligten Fachfirmen die technischen Einzelheiten der Sanierung des Streckenabschnitts erläutern.

Nach der Abtragung des Abbruchmaterials, das verursachte Kosten von rund 30 500 Euro, ergab die Ausschreibung der Sicherungsarbeiten einen Aufwand von zusätzlich 125 000 Euro. Die bis zu 12 Meter hohe vornehmlich aus Hunsrückschiefer bestehende Böschung muss mehrstufig saniert werden. Dabei wird das Festgestein im unteren Bereich durch vier bis fünf Meter lange Felsnägel gesichert, die in 12 Zentimeter starke Bohrlöcher eingebracht werden. Insgesamt 80 solcher Stahlnägel sind notwendig, um das darauf liegende Steinschlagschutznetz zu befestigen. Dies soll vor weiterer Auflockerung schützen. Im mittleren Hangbereich wird dann nach Abtrag von Boden und weiteren Felsmassen eine Stützkonstruktion mittels einer zum Hang geneigten Spritzbetonschale aufgebracht, die wiederum mit Spezialnägeln mit eine Länge von mindestens vier Metern in den Fels getrieben und so gesichert wird. Sogenannte Betonplomben bilden die zur Profilierung der Aufstandsfläche notwendige Füllmasse.

Die so gebildete Betonschale ist Basis für eine Gabionenwand im oberen Drittel, die mit einer Höhe bis zu dreieinhalb Metern und einer Tiefe von eineinhalb Metern angelegt wird. Sie wird mit Neigung gegen den Hang errichtet, um zusätzliche Stabilität für die oberhalb vorbeiführende Straße zu gewährleisten. In der Baustelleneinweisung hat die beauftragte Firma den Beginn der Bauarbeiten in den nächsten Tagen angekündigt. Zunächst müssen allerdings neuerliche Felsabbrüche abgeräumt und beseitigt werden.

Kreisbeigeordneter Adam Schmitt hat die ausführende Firma mit Nachdruck darauf hingewiesen, die Straße für den Anliegerverkehr möglichst schnell wieder freizugeben, selbst wenn Verschleißdecken erst im kommenden Jahr aufgebracht werden können. Auch die Vertreter des LSV unterstützen diese Forderung. Trotz Lieferengpässe bei den Stahlnägeln geht die beauftragte Firma davon aus, dass bis Mitte Dezember die wesentlichen Sicherungsmaßnahmen abgeschlossen sein können.

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