Regionale Pflegestrukturplanung

Mainz-Binger Pflegekonferenz erörtert erste Ergebnisse

Jüngst  tagte in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen die Regionale Pflegekonferenz des Landkreises. Die Regionale Pflegekonferenz ist Bestandteil des zum 1. Januar 2006 in Rheinland-Pfalz in Kraft getretenen Landesgesetzes zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der pflegerischen Angebotsstruktur. Danach haben die Landkreise und kreisfreien Städte eine Regionale Pflegekonferenz zu bilden, die zur Aufgabe die Mitwirkung bei Planung, Sicherstellung und Weiterentwicklung der pflegerischen Angebotsstruktur auf örtlicher Ebene hat.  Den Vorsitz in der Mainz-Binger Pflegekonferenz und deren Arbeitsgemeinschaften führt die zuständige Zweite Kreisbeigeordnete Irene Alt. Mitglieder sind alle zugelassenen ambulanten Pflegedienste in freier und auch privater Trägerschaft mit dem Sitz im Landkreis Mainz-Bingen, alle stationären und teilstationären Heime der Alten- und Behindertenhilfe, die Organisationen der Ärzteschaft und der Kranken- und Pflegekassen sowie in der Altenhilfe tätige Zusammenschlüsse von Ehrenamtlichen.


Im Mittelpunkt der Regionalen Pflegekonferenz in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen standen unter anderem die Ergebnisse der Fragebogenaktion zur regionalen Versorgungssituation im  Landkreis Mainz-Bingen. Für diese wurden nach der ersten Konferenz im Februar dieses Jahres die Leitungen der stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen des Landkreises befragt, um Aufschluss darüber zu erhalten, wie es um die Angebotsstruktur im Landkreis Mainz-Bingen bestellt ist. Hier zeigt sich, dass es im Landkreis ein flächendenkendes und bedarfsorientiertes Angebot an Heimen und ambulanten Pflegediensten gibt, dem sogar über den lokalen Bedarf hinaus Heimplätze für auswärtige Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen.


Ein weiterer Themenschwerpunkt waren die Berichte der Beratungs- und Koordinierungsstellen (BeKos) im Landkreis Mainz-Bingen. Diese haben die Aufgabe, ratsuchende Menschen individuell zu beraten in Hinblick auf einen pflegerischen Bedarf sowie über die vorhandene Möglichkeiten der verschiedenen Angebote. Ferner ist es ihre Aufgabe, gemeinsam in einer Vernetzungsstruktur den Ausbau des ehrenamtlichen Engagements im Bereich der Alten- und Pflegehilfe voranzubringen und die Verzahnung der Angebote zu stärken. “Die im Aufbau befindliche Vernetzung der Strukturen ambulanter und stationärer Pflege konnten stark ausgebaut werden”, bringt Irene Alt das Ergebnis der Berichte auf den Punkt. “Damit entsprechen wir passgenau der Zielrichtung des Landes, das mit dem Landesgesetz die Vernetzung und Begleitung des ehrenamtlichen Engagements im Bereich der Pflege stärken soll”, erklärt die Kreisbeigeordnete.


Sowohl die Ergebnisse der Umfrage zur Angebotsstruktur und die aus den Berichten der BeKos als auch die der von der Universität Kaiserslautern ausgearbeitete Studie “Wohnen im Alter” bilden die Basis für den neuen Regionalen Pflegestrukturplan. “Dieser löst den bisherigen so genannten Altenbedarfsplan ab und bildet künftig die Grundlage für das planerische Handeln im Bereich der stationären und ambulanten Pflege im Landkreis Mainz-Bingen. Bereits in der nächsten Pflegekonferenz im ersten Halbjahr 2007 soll der Pflegestrukturplan auf den Weg gebracht werden, um diesen anschließend in den Fachgremien zu beraten und zu beschließen”, erklärt Irene Alt abschließend.

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