Neuwahl des Vorstandes der Frankfurter Fluglärmkommission

Vorstand der Fluglärmkommission im Amt bestätigt

In ihrer 196. Sitzung hat die Frankfurter Fluglärmkommission in der vergangenen Woche ihren Vorstand neu gewählt.

Nach einer bereits erfolgten Änderung der Geschäftsordnung wurde die Amtszeit des Vorstandes von zwei auf vier Jahre angehoben.

Ebenso wurde die Anzahl an Vorstandsmitgliedern erhöht. Nunmehr setzt sich die Spitze der Fluglärmkommission aus einem fünfköpfigen geschäftsführenden Vorstand (1 Vorsitzender, 2 Stellvertreter, 2 weitere Mitglieder) und einem erweiterten Vorstand (3 Mitglieder) zusammen.

Einstimmig bei den Wahlen bestätigt wurden der bisherige Vorsitzende, der Raunheimer Bürgermeister Thomas Jühe sowie sein Stellvertreter, der Beigeordnete der Stadt Mainz, Wolfgang Reichel. Neu zum zweiten Stellvertreter wurde der Bürgermeister der Gemeinde Büttelborn, Horst Gölzenleuchter, gewählt.

Zu weiteren Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes wurden mit Mehrheit der Landrat des
Hochtaunus-Kreises, Ulrich Krebs sowie der Vertreter der Stadt Frankfurt in der Kommission , Dr. Stefan Schmitt gewählt.

Ebenfalls mit Mehrheit wurden folgende Personen zum erweiterten Vorstand durch die Mitglieder der Fluglärmkommission bestimmt:

  • Dr. Hans-Peter Debling, IHK
  • Dirk Treber, Bundesvereinigung gegen Fluglärm
  • Michael Antenbrink, Bürgermeister Flörsheim.

Die neue Besetzung des Vorstandes spiegelt – wie die vorangegangenen Vorstände auch – das Spektrum der regionalen Fluglärmbetroffenheit wider.
Alle Betriebsrichtungen mit ihren jeweiligen An- und Abflugrouten sind personell im Vorstand abgebildet.

Ausdrücklich haben die Mitglieder der Kommission den eingeschlagenen Kurs und die engagierte Arbeit des bisherigen Vorstandes gewürdigt. Insbesondere die unermüdlichen Bemühungen um eine angemessene Berücksichtigung der Interessen der von Fluglärm betroffenen Bevölkerung bei der Novellierung des Fluglärmgesetzes fand hohe Anerkennung.

“Gestärkt durch die anerkennende Bestätigung der bisherigen Vorstandsarbeit sowie die personellen Ergänzungen lässt sich weiter engagiert und erfolgreich für die Belange der fluglärmbelasteten Städte und Gemeinden rund um den Flughafen streiten!”, bewertet der alte und neue Vorsitzende, Bürgermeister Jühe, das Ergebnis der Vorstandswahlen.

Auf der Agenda für diese Amtszeit steht nach Auskunft des Vorsitzenden ganz oben die Umsetzung wirksamer Fluglärmminderungsmaßnahmen. Die Vorarbeiten hierfür sind weitgehend angelaufen, so dass unter Beteiligung von HMWVL, Fraport, DFS, RDF, Luftfahrtbundesamt, Bundesverkehrsministerium und Airlines ein gutes Ergebnis erreichbar erscheint.

Konfliktfrei wird die Arbeit der Kommission dabei jedoch nicht. Neben den Widerständen bei einzelnen Akteuren der Luftverkehrswirtschaft wird auch die Frage einer vertretbaren Verteilung von Lärmbelastungen politisch in den Kommunen sicherlich Auseinandersetzungen provozieren, schätzt der Vorsitzende die Lage ein.

“Nichtstun zur Vermeidung von Konflikten kann aber keine Alternative sein, dafür leiden zu viele Menschen unter unvertretbar extremen Fluglärmbelastungen”, resümiert Bürgermeister Jühe seinen Anspruch.

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