Fachveranstaltung “Kindeswohl im Landkreis Mainz-Bingen”

Gemeinsame Gestaltungsaufgabe

Die Gesellschaft wird mehr und mehr in die Verpflichtung genommen, für eine gute und positive Entwicklung der Kinder zu selbständigen Persönlichkeiten geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen und Eltern in ihrer Betreuungs- und Erziehungsfunktion zu unterstützen und zu ergänzen. Als zentraler Begriff, unter  dem alle diese Bemühungen stehen, ist das Wohl des Kindes und das Recht auf Erziehung zu einer eigenständigen Persönlichkeit zu sehen. Vor diesem Hintergrund hatten Landrat Claus Schick, die für Jugend und Soziales zuständige Kreisbeigeordnete Irene Alt und die für Gesundheit zuständige Kreisbeigeordnete Rosemarie Müller zur Fachveranstaltung “Kindeswohl im Landkreis Mainz-Bingen” eingeladen. Zielgruppe waren Multiplikatoren aus den Bereichen Kindertagesstätten, Grundschulen, Kinder- und Jugendärzte, Kliniken, Hebammen und Kommunalvertreter. “Sie zählen zu den Berufsgruppen, die an der gesellschaftlichen Aufgabe mitwirken, das Wohl des Kindes und sein Recht auf Erziehung zu einer eigenständigen Persönlichkeit durchzusetzen”, erklärte Landrat Claus Schick.

Zentrales Problem in der Alltagspraxis des Kinderschutzes sei laut Schick der oftmals schwierige Zugang zu den Kindern und ihren Familien. “Dieser Zugang ist am ehesten zu gewährleisten durch Stellen, die mit den Familien ohnehin in Kontakt stehen. Das sind Lehrer, Erzieher und nicht zuletzt auch Kinderärzte oder Hebammen”. Bevor beispielsweise das Jugendamt in Aktion trete, seien es diese Berufsgruppen, die erste Signale in Bezug auf die Gefährdung des Kindeswohls wahrnehmen. Sie seien für viele Eltern und Kinder Vertrauenspersonen, denen diese sich mit ihren Problemen und Nöten öffnen”.

Die Fachveranstaltung bot den Teilnehmern die Möglichkeit, sich über die Anlaufstellen und Kooperationspartner bei der Kreisverwaltung Mainz-Bingen und deren unterschiedliche Aufgabenbereiche zu informieren. Darüber hinaus wird die Kreisverwaltung im kommenden Jahr im Landkreis Mainz-Bingen das Thema Kindeswohl mit vielen Kooperationspartner, Fachkräften dezentral vor Ort in den Regionen in Form von Runden Tischen weiter tragen. “Ziel der Fachveranstaltung war es, zu motivieren sich der Aufgabe ‚Kindeswohl’ gemeinsam zu widmen und Sensibilität für das Thema zu schaffen”, sagte Landrat Schick. “Die positive Resonanz mit über 150 Teilnehmern und die lebhafte Fragerunde haben gezeigt, dass wir auf dem Weg dieses Ziel zu erreichen ein gutes Stück weiter gekommen sind”.

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