Kreisvolkshochschule
Schulabschluss und Bewerbertraining
Die Kreisvolkshochschule (KVHS) hat sich auf Initiative von Landrat Claus Schick in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema nachholende Schulabschlüsse beschäftigt und entsprechende Projekte mit finanzieller Unterstützung aus dem europäischen Sozialfond initiiert. Derzeit büffeln 40 Schülerinnen und Schüler seit Oktober 2006 nachmittags in zwei Klassen im Hauptschulkurs der Kreisvolkshochschule. Alle haben eines gemeinsam: Der erste Anlauf zum Hauptschulabschluss war - aus ganz unterschiedlichen Gründen - vergeblich. Absolvieren die Schülerinnen und Schüler den Vorbereitungskurs erfolgreich steht im Juni die Prüfung durch die Schulbehörde.
Beim Schulabschluss soll es jedoch nicht bleiben. “Wir setzen deshalb alles daran, die Chancen der Schüler auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu verbessern”, erklärt Monika Nickels, Leiterin der KVHS. Hierbei arbeitet auch Peter Léus, der beim Center für Arbeitsmarktintegration im Pro-Job-Team für junge Erwachsene aktiv ist, mit. In Zusatzangeboten zum Schulunterricht zeigt er Wege auf, wie eine Erfolg versprechende Jobstrategie aussehen kann. Dazu gehört es auch, sich nicht auf eine Sparte festzulegen, sondern mehrere Berufe zu suchen, in denen sich der Jugendliche vorstellen kann später zu arbeiten.
Vollständige und ansprechende Bewerbungen schreiben, das richtige Verhalten im Vorstellungsgespräch – auch das gehört zum Vorbereitungskurs. Ebenso wie die Betreuung der Kursteilnehmerinnen und -Teilnehmer durch Diplom-Pädagoge Kai Hirschmann und Diplom-Sozialarbeiterin Anne Grüter. Sie helfen den Schülerinnen und Schülern weiter bei Problemen, stehen beratend zur Seite und können so den ein oder anderen Stein auf dem Weg zum Schulabschluss aus dem Weg räumen.
Insgesamt also kein Zuckerschlecken für die Schülerinnen und Schüler. “Für viele ist es schon schwierig, sich an regelmäßiges Lernen zu gewöhnen, keine Unterrichtsstunden zu versäumen”, weiß Nickels. Wie auch später im Beruf gilt: Wer schwänzt, fliegt raus.
Aber am Ende kann jeder einzelne Absolvent der zur Prüfung zugelassen wird und diese auch schafft, stolz sein auf seine Leistung. “Und ist dem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz einen entscheidenden Schritt näher gekommen”, hofft Nickels.