Veterinär- und Gesundheitsamt
Kindertagesstätten in Mainz-Bingen und Mainz können sich an Frühwarnsystem beteiligen
Die Kindertagesstätten in Mainz-Bingen und der Stadt Mainz haben Post vom Gesundheitsamt des Kreises erhalten: Sie können sich zukünftig am Projekt “Surveillance in Kindertagessstätten” in Rheinland-Pfalz beteiligen. Dabei geht es um den Aufbau eines regionalen Frühwarn- und Überwachungssystems auf Kreis- und Stadtebene für akute respiratorische Erkrankungen. Damit sind sogenannte “Erkältungskrankheiten” gemeint, wie beispielsweise Schnupfen, Hals-/Rachenentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung. Mit diesem Projekt soll zukünftig möglichst frühzeitig der Ausbruch einer Grippewellen erkannt, eine regionale Beobachtung und Bewertung möglich sein und eventuell geeignete Hygienemaßnahmen eingeleitet werden.“Solche Krankheitswellen treten meist in Gemeinschaftseinrichtungen von Kindern unter sechs Jahren zuerst auf und breiten sich dann in der Bevölkerung weiter aus”, erklärt Claudia Zydek-Krueger, stellvertretende Abteilungsleiterin des Mainz-Binger Gesundheitsamtes. Erfahrungen aus anderen Ländern hätten deshalb gezeigt, dass eine systematische Beobachtung solcher Einrichtungen ein effektives Instrument sei, um mögliche Grippewellen frühzeitig zu erkennen.
Die Teilnahme ist für die Kindertagesstätten freiwillig und der Aufwand für die Kindertagesstättenmitarbeiter gering. Sie müssen lediglich einmal wöchentlich die Zahl der Kinder mit Erkältungskrankheiten, Husten, Schnupfen, Hals-, Lungen-, Mittelohrentzündungen oder bronchiale Erkrankungen per Meldebogen oder telefonisch an das Gesundheitsamt weitergeben. Diese Daten aus dem Kreisgebiet und der Stadt Mainz, die nur die Anzahl der Kinder, also keinerlei persönliche Daten wie Namen oder Wohnort umfasst, werden vom Gesundheitsamt an das Landesuntersuchungsamt weitergegeben und fließen in die Beobachtungsstatistik ein.