Tollwut

Bekämpfung per Flugzeug und Handauslage

Derzeit werden in den tollwutgefährdeten Gebieten, zu denen auch der Kreis Mainz-Bingen zählt, mit dem Flugzeug per Satellitensteuerung Tollwutköder abgeworfen. In bewohntem Gebiet werden die Köderpresslinge per Handauslage durch Jäger und Förster verteilt.

Dies ist nunmehr die zehnte Impfaktion der Füchse gegen Tollwut, nachdem vor etwa 28 Monaten die Tollwut nach fast sieben tollwutfreien Jahren wieder in Rheinland-Pfalz auftrat. Im Jahr 2006 wurde die Krankheit bei drei Füchsen im Kreisgebiet Mainz-Bingen nachgewiesen. Die letzte Erkrankung ist nunmehr über zwölf Monate her, ein Zeichen, dass die Tollwutbekämpfungsmaßnahmen greifen.

Bei den Impfködern handelt es sich um vier mal vier Zentimeter große braune Futterpresslinge aus Fett und Fischmehl. Darin verpackt befindet sich eine Plastikkapsel, mit der eigentlichen Impfflüssigkeit. Der in den Ködern enthaltene Impfstoff ist nach bisherigen Erkenntnissen für Haustiere unschädlich. Hundebesitzer sollten ihre Hunde im Impfgebiet dennoch rund zwei Wochen nicht frei laufen lassen, damit sie keine Impfköder fressen und damit den Impferfolg bei den Füchsen beeinträchtigen. Sollte ein Hund oder eine Katze dennoch einen Impfköder zerbeißen oder verschlucken, besteht bei gültigem Tollwutimpfstoff kein Infektionsrisiko für das Tier. Menschen sollten den Köder nicht anfassen. Kommt es dennoch zum Kontakt mit der Impfflüssigkeit wird empfohlen, die Hände mit Seife und Wasser zu waschen, mit Alkohol zu desinfizieren und sofort einen Arzt aufzusuchen.

Grundsätzlich ist unbedingt zu empfehlen, Hunde, Weidetiere und vor allem Katzen mit Freilauf vorsorglich gegen Tollwut impfen zu lassen.

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