“Regionaler runder Tisch Kindeswohl”
Vernetzung der Akteure
In Budenheim trafen sich zahlreiche Personen und Vertreter von Institutionen, um die Zusammenarbeit der Akteure zu verbessern. Eingeladen zum “regionalen runden Tisch Kindeswohl” hatte die Mainz-Binger Kreisbeigeordnete Irene Alt. Ausgehend von diesem ersten Treffen werden sich die Teilnehmer, unter ihnen neben Bürgermeister Rainer Becker beispielsweise auch Lehrer, Vertreterinnen der Kindertagesstätten, Ärzte und Mitarbeiter der sozialen Dienste, im zweiten Halbjahr erneut treffen. “Ziel ist eine breite Vernetzung der Personen, das Kennen lernen derjenigen, die mit Kindern arbeiten und der Austausch über Möglichkeiten, Gewalt gegen Kinder zu erkennen und die richtigen Stellen darauf aufmerksam zu machen”, erklärt Alt die Zielrichtung der “runden Tische”, die im gesamten Kreisgebiet neben Budenheim in allen Verbandsgemeinden und Städten stattfinden. Zunächst ging es bei dem ersten Treffen um die Grundlagen: Wie arbeitet das Jugendamt, wie erkannt man Gewalt gegen Kinder, wie geht das Jugendamt mit solchen Meldungen um? “Nur in den seltensten Fällen müssen wir ein Kind aus einer Familie herausnehmen”, erklärt Irene Alt. Sie betonte, dass familienbegleitende Maßnahmen, Beratung, Hilfestellung und die Vermittlung von kompetenten Experten erstes Ziel sei, wenn eine Kindeswohlgefährdung vermutet werden. “Inobhutnahmen sind glücklicherweise die Ausnahme, meist arbeiten die Eltern mit daran, die Situation zu verbessern.”