Integration behinderter und chronisch kranker Migrantinnen und Migranten

Bundesweites Pilotprojekt

GIB, die drei Buchstaben stehen für “Ganzheitliche Integration behinderter und chronisch kranker Migratinnen und Migranten”. Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte bundesweite Pilotprojekt hat das Ziel, die gesellschaftliche Teilhabe von behinderten und chronisch kranken Menschen mit Migrationhintergrund zu verbessern. Träger ist das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZsL) in Mainz, das auch in der Kreisverwaltung in Ingelheim regelmäßig Sprechstunden anbieten. Dort stellten Hans-Peter Terno, Projektleiter des GIB, die zuständige Kreisbeigeordnete Irene Alt und der Mainzer Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann, die das Projekt als Mitglieder des Beirates unterstützen, Ziele und Inhalt des Programms vor. “Die betroffenen Menschen haben aufgrund ihrer Behinderung und ihres Migrationhintergrundes oft doppelte Hürden zu überwinden. Wir wollen sie stärken, notwendiges Selbstbewusstsein vermitteln, Hilfen anbieten, damit sie am gesellschaftlichen Leben und der Arbeitswelt teilhaben können”, erklärt Terno, der von Encarna Romero-Müller als Projektassistentin und Berater Ismail Sackan unterstützt wird. Das ZsL kann bei seiner Arbeit auf eine Reihe von Muttersprachlern zurückgreifen, die Sprachbarrieren verhindern. Wichtiger Bestandteil des Projektes ist das sogenannte “Peer counseling”, alle Berater sind selbst von einer Behinderung oder chronischen Erkrankung betroffen und haben einen Migrationhintergrund, so können individuelle und kulturelle Problemstellungen leichter überwunden werden.

Als ein “sehr wichtiges und zunehmend bedeutsameres Projekt” bezeichnete die Mainz-Binger Kreisbeigeordnete Alt die Initiative: “Integration ist eine breitgefächerte Aufgabe, die hier im doppelten Sinne wahrgenommen wird.” Auch der Bundestagsabgeordnete Hartmann unterstrich die Notwendigkeit des Angebotes: “Es gibt zunehmend mehr Menschen mit Migrationshintergrund, die alt werden, die körperliche Beeinträchtigungen erleiden, weil sie lange hart gearbeitet haben. Aus diesem Projekt erwächst gesellschaftliche Integration.”

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