Impftermin für Reineke Fuchs

Tollwut-Bekämpfung per Flugzeug und Handauslage

Ab 17. September werden in den tollwutgefährdeten Gebieten, zu denen mit Ausnahme der Gemeinden Breitscheid, Manubach, Oberdiebach, Oberheimbach, Niederheimbach und Bacharach auch der Kreis Mainz- Bingen zählt, Tollwutimpfköder ausgelegt. Diese werden über unbewohnten Gebieten per Flugzeug, in bewohnten per Handauslage durch Jäger und Förster verteilt.

Dies ist nunmehr die elfte Impfaktion der Füchse gegen Tollwut, nachdem vor etwa drei Jahren die Tollwut nach fast sieben tollwutfreien Jahren wieder in Rheinland-Pfalz auftrat. Im Jahr 2005 wurde die Tollwut landesweit bei 31 Füchsen, einem Pferd und einem Reh nachgewiesen. Im Jahr 2006 waren es nur drei Fälle bei Füchsen, allerdings alle im Kreisgebiet Mainz-Bingen. Der letzte Tollwutnachweis ist nunmehr über anderthalb Jahre her, ein Zeichen, dass die Tollwutbekämpfungsmaßnahmen greifen.

Bei den Impfködern handelt es sich um vier mal vier Zentimeter große braune Futterpresslinge aus Fett und Fischmehl. Darin verpackt befindet sich eine Plastikkapsel, mit der eigentlichen Impfflüssigkeit. Der in den Ködern enthaltene Impfstoff ist nach bisherigen Erkenntnissen für Haustiere unschädlich. Hundebesitzer sollten ihre Hunde im Impfgebiet dennoch zwei Wochen nach der Köderauslage nicht frei laufen lassen, damit sie keine Impfköder fressen und damit den Impferfolg bei den Füchsen beeinträchtigen.

Sollte ein Hund oder eine Katze dennoch einen Impfköder zerbeißen oder verschlucken, besteht bei gültigem Tollwutimpfstoff kein Infektionsrisiko für das Tier. Menschen sollten den Köder nicht anfassen. Kommt es dennoch zum Kontakt mit der Impfflüssigkeit, wird empfohlen die Hände mit Seife und Wasser zu waschen, mit Alkohol zu desinfizieren und sofort einen Arzt aufzusuchen.
Es wird grundsätzlich und unabhängig von der Impfköderauslage empfohlen, Hunde, Weidetiere und vor allem Katzen mit Freilauf gegen Tollwut impfen zu lassen.

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