Erster Nachtragshaushalt 2007
Weitere Reduzierung der Schulden
Eine weitere Reduzierung der Kreisschulden und weiterhin hohe Investitionen im Schulbau sieht der von Landrat Claus Schick vorgelegte Entwurf zum ersten Nachtragshaushalt vor. “Der Abbau von Schulden lässt uns zukünftig mehr Luft zum Atmen, die Investitionen in die Schulen sind Investitionen in die Jugend und damit eine zwingend notwendige Investition in die Zukunft”, so Schick.Der Haushalt schließt bei Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt von 209,5 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt von 44 Millionen ausgeglichen ab. Die Kreisschulden werden um rund 24 Millionen Euro sinken, 2,5 Millionen Euro mehr, als ursprünglich geplant. Der Schuldenstand des Kreises sind damit zum Jahresende von 71,1 Millionen auf nur noch knapp 46 Millionen Euro. In anderen Zahlen: 2006 betrug die Verschuldung des Kreises pro Kopf seiner Einwohner noch 327 Euro, mit dem Ende des Jahres 2007 nur noch 230 Euro. Bis 2010 soll die Pro-Kopf-Verschuldung dann nur noch bei 100 Euro liegen, so das ehrgeizige Ziel.
Etwa 14,6 Millionen Euro investiert der Landkreis 2007 in seine Schulen, davon 13,6 Millionen in Baumaßnahmen, eine Millionen Euro in die Ausstattung. Darin enthalten sind auch die Ankäufe der Regionalen Schulen in Gau-Algesheim und Nieder-Olm sowie in Nackenheim, die zu Integrierten Gesamtschulden beziehungsweise zum Gymnasium in Nackenheim umgewandelt werden. Für das kommenden Jahr sind alleine rund 22 Millionen Euro Investitionen an Baukosten in die Schulen geplant: “Wir konnten aufgrund der Planungs- und Genehmigungsabläufe nicht alle Projekte zeitgleich verwirklichen. Das bedeutet aber nur: aufgeschoben – nicht aufgehoben!”, betont Schick. Dabei werde derzeit an nahezu allen Schulen des Landkreises gebaut oder saniert. Seit 1993 hat der Landkreis fast 92 Millionen Euro in die Schulen investiert.
Eine besondere Bedeutung sieht Schick in der Ehrenamtsförderung des Kreises: “Das bringt den ehrenamtlichen Initiativen und Vereinen ganz konkret etwas, sie werden mit Geld unterstützt, das die finanzschwächeren Gemeinden auch bei einer weiteren Senkung der Kreisumlage niemals hätten.” Alleine Ingelheim kommt für rund zwei Drittel der Kreisumlage, 80 von 123 Millionen Euro auf. Der Kreis Mainz-Bingen hat mit 35 Prozent den niedrigsten Eingangssatz bei der Umlage aller Kreise in Rheinland-Pfalz.