Realschule PLUS
Zwei Mal Realschule Plus für Ingelheim und Gau-Algesheim
Auf der Grundlage der von Ministerin Doris Ahnen am 30. Oktober 2007 vorgestellten Konzeption zur Fortentwicklung des rheinland-pfälzischen Schulsystems waren für die Schulstandorte Ingelheim und Gau-Algesheim neue Überlegungen zur Fortentwicklung der Schullandschaft und Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes des Landkreises Mainz-Bingen erforderlich.Daher wurden kurz nach dieser Verlautbarung zwischen der Schulbehörde in Neustadt und dem Landkreis Mainz-Bingen, der Stadt Ingelheim sowie der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim Gespräche durch den für Schulen zuständigen Ersten Beigeordneten des Landkreises Mainz-Bingen, Adam J. Schmitt, initiiert. „In diesem sehr sachlich und konstruktiv geführten Meinungsaustausch wurden die neue Schulstruktur und deren mögliche Auswirkungen auf die Schullandschaft in Ingelheim beziehungsweise Gau-Algesheim analysiert. Unter Berücksichtigung der ab dem Schuljahr 2009/2010 vorgesehenen Einführung der sogenannten „Realschulen plus“ wurde als einvernehmliches Ergebnis festgehalten, den ursprünglich vorgesehenen Schulringtausch` nicht mehr umzusetzen“, erläutert ADD-Präsident Dr. Josef Peter Mertes.
An der Regionalen Schule in Gau-Algesheim können somit zum Schuljahr 2008/2009 weiterhin Schülerinnen und Schüler angemeldet werden. Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 soll die Regionale Schule dann in eine „Realschule plus“ mit integrativem Ansatz überführt und zu einer Ganztagsschule in Angebotsform ausgebaut werden.
Auch an der Pestalozzi-Hauptschule und der Kaiserpfalz-Realschule in Ingelheim werden an ihrem derzeitigen Standort zum Schuljahr 2008/2009 wie bisher Schülerinnen und Schüler in den fünften Klassen aufgenommen. Ab dem Schuljahr 2009/2010 werden die Pestalozzi-Hauptschule und die Kaiserpfalz-Realschule zu einer „Realschule plus“ in kooperativer Form zusammengeführt. Nach der gemeinsamen Orientierungsstufe werden abschlussbezogene Haupt- und Realschulklassen gebildet. Es ist vorgesehen auch diese Schule als Ganztagsschule in Angebotsform zu errichten. Über den Standort der neuen Schulform ist noch nicht endgültig entschieden. Hierzu sind noch weitere Erhebungen und Prüfungen zunächst durch die Stadt Ingelheim erforderlich.
„Dem Landkreis Mainz-Bingen, der Stadt Ingelheim und der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim gebührt großes Lob für das gemeinsame, schnelle und zielgerichtete Handeln. An den Standorten in Ingelheim und Gau-Algesheim entsteht auch unter den neuen Voraussetzungen eine tragfähige und zukunftsweisende Schullandschaft, in der alle Schülerinnen und Schüler nach ihren individuellen Begabungen gefordert und gefördert werden können,“ fasst Dr. Mertes das Ergebnis der Gespräche zusammen.
„Mit dieser weiterentwickelten Konzeption gelingt es einerseits dem Elternwillen zu entsprechen indem das Sebastian-Münster-Gymnasium den benötigten Schulraum erhält. Andererseits werden im Raum Ingelheim/Gau-Algesheim künftig alle nur denkbaren Schulformen zukunftssicher vorgehalten. Darauf kann der Landkreis Mainz-Bingen mit Recht stolz sein“, erklären Landrat Claus Schick und der zuständige Erste Kreisbeigeordnete Adam J. Schmitt „Es unterstreicht unser Ziel, der Bildungslandkreis Nummer Eins im Land Rheinland-Pfalz zu werden.“
Die weiteren Detailfragen sollen nun zügig in weiteren Gesprächen mit den beteiligten Kommunen und Gebietskörperschaften vor Ort geklärt werden.