Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Kreisverwaltung Mainz-Bingen

Ein Jahr für die Umwelt zwischen Abitur und Studium

Die FÖJ'lerin Stephanie Wahr

Die 19-jährige Stephanie Wahr absolviert zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Umwelt- und Energieberatungszentrum (UEBZ) der Kreisverwaltung Mainz-Bingen.
Noch bis kommenden Juli wird sie den Leiter des UEBZ, Helmut Spoo, bei der täglichen Arbeit unterstützen. Im Interview schildert die Gau-Algesheimerin, was dort zu ihren Aufgaben gehört und warum sie sich ein FÖJ bei der Kreisverwaltung entschieden hat.


Was macht eine FÖJ´lerin im UEBZ des Kreises?
Da ist zum einen die tägliche Büroarbeit, außerdem bin ich stark in verschiedene Veranstaltungen eingebunden, zum Beispiel die “Grüne Hausnummer”, ein Projekt bei dem Privathaushalte für umweltgerechtes Wohnen und Bauen ausgezeichnet werden: da war es meine Aufgabe, Vor-Ort-Termine zu vereinbaren, die Plakate zu gestalten und die Verleihung mit zu organisieren.  Ein weiteres Aufgabenfeld stellt der Handel mit den fairen Waren aus dem Eine-Welt-Laden dar, die die Mitarbeiter der Kreisverwaltung bei uns im UEBZ erstehen können. Ich muss mich in diesem Bereich um Ankauf, Verkauf und um die Abrechnung kümmern.


Warum haben Sie sich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr entschieden?
Nach meinem Abitur an der IGS Ingelheim war ich mir noch nicht sicher, ob und was ich studieren möchte. Auf das FÖJ bei der Kreisverwaltung kam ich über einen Zeitungsartikel. Daher informierte ich mich hier im UEBZ und beschloss, das so ein Jahr zwischen Abitur, Studium oder Ausbildung genau das Richtige für mich ist. So kann ich in diesem Jahr das Büro- und Arbeitsleben kennen lernen und herausfinden, in welche Richtung ich mich später einmal bewegen möchte. Außerdem kann ich in diesem Jahr viel über unsere Umwelt und umweltbezogene Themen erfahren.


Gibt es denn jetzt schon Pläne, was Sie nach dem FÖJ machen wollen?
Am Tag der offenen Tür der Uni Mainz wurde ich auf das Studienfach Publizistik aufmerksam und ich denke dass ich mich dafür bewerben werde. Allerdings finde ich den Gedanken, mich als Mediendesignerin oder Werbekauffrau zu bewerben, auch nicht schlecht. So ein bisschen etwas mache ich aus diesen Bereichen ja auch hier.


Nach fast vier Monaten haben Sie schon tiefere Einblicke in das FÖJ und die Kreisverwaltung…
Diese Stelle und die Aufgaben, die ich hier habe, passen ziemlich gut zu mir und sind spannend. Ich wollte im Büro arbeiten, aber auch ab und zu auch mal Termine außerhalb des Büros haben. Es gibt auch einige FÖJ`ler, die zum Beispiel auf einem Bauernhof arbeiten oder in einem Weingut und deren ganze Tätigkeiten sich daher im Freien abspielen. Das wäre nichts für mich gewesen, daher habe ich mich in der Kreisverwaltung beworben. Von den Kolleginnen und Kollegen die hier arbeiten, habe ich einen sehr guten Eindruck bekommen. Hier sind alle sehr freundlich und zuvorkommend und helfen mir, wenn ich mal nicht weiter weiß.


Sie sind in ihrer Seminargruppe zur FÖJ-Sprecherin gewählt worden, was bedeutet das?
Während des FÖJ finden insgesamt fünf Seminare statt. Jede Seminargruppe wählt zwei Sprecher. Die Sprecher vertreten die Interessen ihrer Gruppe auf Landesebene. Insgesamt gibt es in Rheinland Pfalz fünf Seminargruppen, also zehn Sprecher. Wir treffen uns und diskutieren über die Interessen unserer Gruppen und über Dinge, die das FÖJ auf Landesebene betreffen. So können wir zum Beispiel landesweite Aktionen zum Thema FÖJ planen und durchführen.

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