Ärztlicher Leiter Rettungsdienst

Landkreise Mainz-Bingen und Bad Kreuznach kooperieren

Mit einer Zweckvereinbarung „teilen“ sich nunmehr die Landkreise Mainz-Bingen und Bad Kreuznach den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, Dr. Guido Scherer. Sein Zuständigkeit umfasst die beiden Rettungsdienstbereiche Rheinhessen, bestehend aus den Landkreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms sowie den Städten Mainz und Worms und den Rettungsdienstbereich Bad Kreuznach, bestehend aus den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück. „Mit dieser Kooperation setzen wir das Rettungsdienstgesetz um, die Kooperation unserer beiden Kreise macht Sinn und wird die Notfallmedizin in der Region weiter verbessern“, sagen Landrat Claus Schick (Mainz-Bingen und sein Bad Kreuznacher Kollege Karl-Otto Velten.


Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) unterstützt die beiden Rettungsdienstbehörden, Kreisverwaltung Mainz-Bingen und Bad Kreuznach, bei der Aufsicht über den Rettungsdienst. Zu den Aufgaben gehört, ein strukturiertes Qualitätsmanagement, einheitliche Behandlungsstandards und einheitliche medizinische Ausstattungen auf aktuellem Stand zu schaffen sowie die Optimierung der Prozesse und natürlich auch die Überprüfung der Ergebnisqualität. Hierzu gehört nicht nur die Aufsicht über die Rettungsleitstellen, sondern vor allem die enge Zusammenarbeit mit ihnen, den  Rettungsdienstorganisationen, den Notärzten und den Kliniken. Ebenfalls ein Schwerpunkt sind Organisation und Durchführung von Fort- und  Weiterbildungen in Verbindung mit Rettungsdienstschulen oder auch medizinischen Fachabteilungen.


„Ein wichtiges Arbeitsfeld ist das Schaffen sinnvoller medizinischer Versorgungsnetze und die Installation eines schnellen Daten- und Informationsflusses, damit in jedem Fall der Notfallpatient ohne Verzögerung in die für seine aktuelle Situation am Besten geeignete Fachabteilung einer Klinik  kommt“ , erklärt Dr. Guido Scherer. „Die Schnittstelle zwischen Klinik beziehungsweise Krankenhaus und Rettungsdienst ist für den Notfallpatienten äußerst wichtig. Diese Schnittstelle muss daher einer ständigen Optimierung unterliegen, um Schnelligkeit, reibungslose Zusammenarbeit und einen hoher fachlicher Standard zu gewährleisten, damit der Patient auch zukünftig im Notfall eine optimale Versorgung entsprechend dem aktuellem medizinischem Stand erhält.“


Seit 1999 ist Dr. Guido Scherer Leitender Notarzt. Außerdem ist er Leitender Hubschrauberarzt des Intensiv- und Rettungshubschraubers Christoph 77, Sprecher der Beratenden Ärzte für Notfall- und Intensivmedizin (BANI) und seit 19 Jahren Arzt an der Uniklinik Mainz. Neben der Facharztausbildung für Anästhesie verfügt er außerdem über die Qualifikation in Bereichen Notfallmedizin, Intensivmedizin und Schmerztherapie; also insgesamt optimale Voraussetzungen für die jetzige Funktion. „Wir haben mit Dr. Scherer die ideale Besetzung für diese Aufgabe gefunden. Er ist im gesamten Rettungsdienst, insbesondere bei den Hilfsorganisationen, denen der Rettungsdienst und den Krankenhäusern, denen die Notarztversorgung übertragen wurde, wegen seiner hervorragenden fachlichen Kompetenz und seiner menschlichen Art rundum anerkannt. Auch die Zusammenarbeit mit der Fachabteilung meinem Hause klappt hervorragend“, freut sich Landrat Schick.

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