Schulsozialarbeit
Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler
Nur rund ein Jahr hat es gedauert, vom Start des Landesprogramms “Schulsozialarbeit an Hauptschulen”, bis an allen Haupt- und Regionalschulen im Landkreis Mainz-Bingen eine Schulsozialarbeiterstelle eingerichtet war. Der Kreis ist damit einer der wenigen Landkreise, der die Schulsozialarbeit flächendeckend und einführte. Sieben Schulsozialarbeiter arbeiten nun in Ingelheim, Bingen, Budenheim, Oppenheim, Gau-Algesheim, Heidesheim, Sprendlingen und Oberdiebach.
“Wir investieren wie kaum eine andere Kommune in die Schulen, schaffen Schulraum und sorgen für eine hervorragende Ausstattung. Damit ist es aber nicht getan”, begründet Landrat Claus Schick das Engagement des Kreises. “Der Erziehungsauftrag einer Schule wird zunehmend bedeutsamer. Mit der Einrichtung der Schulsozialarbeiter tragen wir dieser Entwicklung gemeinsam mit dem Land und den Städten beziehungsweise Verbandsgemeinden als Schulträger der Haupt- und Regionalschulen Rechnung.” Finanziert werden die Stellen größtenteils vom Land, die Kommunen beteiligen sich finanziell. Angestellt sind die Schulsozialarbeiter bei der Kreisverwaltung, die auch für die Sachkosten aufkommt und die Mitarbeiter organisatorisch in den Allgemeinen Sozialen Dienst integriert hat. “So sind eine enge Verzahnung und kurze Wege sowie die ständige fachliche Begleitung gewährleistet”, erklärt die zuständige Kreisbeigeordnete Irene Alt. “Die Verbands- und Bürgermeister haben die Bedeutung der Schulsozialarbeit sofort anerkannt und unterstützt. Nur so konnten in so kurzer Zeit alle notwendigen Stellen eingerichtet und die jeweilige Finanzierung geklärt werden”, so Alt.
Schulsozialarbeiter unterstützen und beraten Schüler, Eltern und Lehrer in allen erzieherischen und sozialpädagogischen Belangen. Sie leisten präventive Arbeit in den Klassenverbänden etwa durch Unterrichtsprojekte im Rahmen der Suchtprävention, beim Übergang von Schule und Beruf oder zur Stärkung der Klassengemeinschaft. Außerdem bieten sie, meist im Rahmen des Ganztagsangebotes, Arbeitsgemeinschaften an.
“Schulen müssen sich den Anforderungen unserer heutigen Gesellschaft und den damit verbundenen Problemlagen stellen. Dabei helfen die Schulsozialarbeiter mit. Denn die Aufgabe der Schule liegt nicht mehr nur im Lehren. Deshalb müssen Jugendhilfe und Schule eng miteinander verzahnt arbeiten”, erklärt Irene Alt.
Zukünftig werden die Hauptschulen mit den Realschulen zur “Realschule plus” zusammengeführt. “Die Stellen werden in die neue Schulform übernommen, das ist mit dem Land bereits besprochen. Außerdem wollen wir auch an den Integrierten Gesamtschulen in Nieder-Olm und in Ingelheim Schulsozialarbeit anbieten”, verspricht Irene Alt. Lediglich die Finanzierung muss sich dann ändern. Da der Kreis dann Träger der neuen Schulen wird, übernimmt er auch den Personalkostenanteil von den Verbandsgemeinden, Städten und der Gemeinde Budenheim – 5 000 Euro je Schulsozialarbeiter jährlich.