Anmeldungen bei weiterführenden Schulen
Bei Schulform IGS Nachfrage kreisweit größer als Angebot
Das Anmeldeverfahren für das kommende Schuljahr an den weiterführenden Schulen ist fast abgeschlossen. Bereits jetzt steht schon fest, dass die Nachfrage bei den Integrierten Gesamtschulen im Landkreis weitaus größer ist als das zur Verfügung stehende Angebot von jeweils 120 Schülern. Mit 267 angemeldeten Fünftklässern verzeichnet die IGS Ingelheim wie schon seit Jahren einen großen Andrang. Auch die beiden neuen Integrierten Gesamtschulen in Nieder-Olm mit 167 sowie in Sprendlingen mit 137 verzeichnen mehr Anmeldungen als Kapazitäten vorhanden sind. Nach dem Schulgesetz lässt diese Schulform keine zahlenmäßige Erweiterung zu.
„Natürlich ist die Enttäuschung bei Schülern, die von der IGS nicht aufgenommen wurden groß“, äußert der zuständige Erste Kreisbeigeordnete Adam J. Schmitt Verständnis. Da das Auswahlverfahren durch das Schulgesetz geregelt wird, habe der Kreis als Schulträger jedoch keinerlei Einfluss. „Wir können den von der IGS abgelehnten Schülern im Landkreis allerdings optimale Alternativen anbieten und dazu die entsprechenden direkten Busverbindungen durch den Landkreis sicherstellen“, erklärt Schmitt weiter. Schüler aus Nieder-Olm hätten etwa die Möglichkeit die Regionale Schule Gau-Algesheim oder die Pestalozzi-Hauptschule Ingelheim zu besuchen, die beide jeweils sogar ein Ganztagsangebot vorhalten. Während die Regionale Schule Gau-Algesheim bereits jetzt zur Mittleren Reife führt, wird die Ingelheimer Pestalozzi-Hauptschule ab dem Schuljahr 2009/2010 nach der Überführung in eine Realschule-Plus dieses Bildungsziel ebenfalls anbieten können.
„Die neue Schullandschaft im Landkreis bringt natürlich auch veränderte Schülerströme mit sich“, erklärt Schmitt. Mit dem neuen Angebot der IGS in Nieder-Olm hätten sogar mehr Schüler als in den Vorjahren aus der Verbandsgemeinde Nieder-Olm einen Schulplatz in ihrer VG erhalten. „Waren es im vergangenen Jahr bei der Regionalen Schule 55 sind es nun mit der IGS 91 Schüler aus der VG Nieder-Olm“. Damit ermögliche der Landkreis Mainz-Bingen seinen Schülerinnen und Schülern allerbeste schulische Möglichkeiten und modernste Einrichtungen. „Der Anspruch Bildungskreis Nummer eins zu sein wird durch das breite schulische Angebot nachhaltig unterstrichen“, sagt Schmitt abschließend.