Impftermin für Reineke Fuchs:
Tollwut-Bekämpfung per Flugzeug und Handauslage
Ab 16. April werden in den tollwutgefährdeten Gebieten, zu denen – ausgenommen die Gemeinden Breitscheid, Manubach, Oberdiebach, Oberheimbach und Niederheimbach sowie Bacharach – auch der Kreis Mainz-Bingen zählt, mit dem Flugzeug per Satellitensteuerung 57 600 Tollwutköder abgeworfen. In bewohntem Gebiet werden 12 800 dieser Köderpresslinge per Handauslage durch Jäger und Förster verteilt werden, im Landkreis Mainz-Bingen rund 8 000 Stück.
Dies ist nunmehr die zwölfte Impfaktion der Füchse gegen Tollwut, nachdem im Januar 2005 die Tollwut nach fast sieben tollwutfreien Jahren erstmals wieder in Rheinland-Pfalz auftrat. Wenn nach dieser Impfaktion weder in Rheinland-Pfalz, Hessen oder Baden-Württemberg kein Tollwutfall mehr auftritt, gilt die gefährliche Krankheit in Deutschland als besiegt. In diesem Fall würden dann in Rheinland-Pfalz zum letzten Mal Füchse gegen Tollwut geimpft werden.
Bei den Impfködern handelt es sich um vier mal vier Zentimeter große braune Futterpresslinge aus Fett und Fischmehl. Darin verpackt befindet sich eine Plastikkapsel, mit der eigentlichen Impfflüssigkeit.
Der in den Ködern enthaltene Impfstoff ist nach bisherigen Erkenntnissen für Haustiere unschädlich. Hundebesitzer sollten ihre Hunde im Impfgebiet dennoch zwei Wochen nach der Köderauslage nicht frei laufen lassen, damit sie keine Impfköder fressen und damit den Impferfolg bei den Füchsen beeinträchtigen. Sollte ein Hund oder eine Katze dennoch einen Impfköder zerbeißen oder verschlucken, besteht bei gültigem Tollwutimpfstoff kein Infektionsrisiko für das Tier. Menschen sollten den Köder nicht anfassen, kommt es dennoch zum Kontakt mit der Impfflüssigkeit, wird empfohlen die Hände mit Seife und Wasser zu waschen, mit Alkohol zu desinfizieren und sofort einen Arzt aufzusuchen.
Es ist grundsätzlich unbedingt zu empfehlen, Hunde, Weidetiere und vor allem Katzen mit Freilauf vorsorglich gegen Tollwut impfen zu lassen. Spaziergänger und Hundehalter werden wegen der Impfaktion angehalten im Zeitraum April/Mai 2008 Ihre Hunde zur Sicherheit anzuleinen, sowie Wildtiere nicht anzufassen.