Energie- und Umweltbilanz 2007 des Landkreises Mainz-Bingen

Sparen zahlt sich aus

Im Kreisausschuss legte nun der Geschäftsführer der Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe, Christoph Zeis, die Energie- und Umweltbilanz 2007 des Landkreises Mainz-Bingen vor.


„Durch die klare Ausrichtung der EDG mit Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb von Anlagen der rationellen und regenerativen Energieverwendung im Contracting-Verfahren, sparen wir bei den Gebäuden und baulichen Anlagen des Landkreises 9 157 Tonnen CO2 pro Jahr ein“, berichtete Zeis und verdeutlicht: „Das entspricht rund 3,06 Millionen Litern Heizöl pro Jahr. Diese Menge reicht aus, um den jährlichen Heizwärme- und Warmwasserbedarf von rund 2 000 neuen Einfamilienhäusern zu decken.“


Das meiste CO2 wird durch den Einsatz moderner Gas-Blockheizkraftwerke (BHKW) eingespart,  etwa 5 833 Tonnen pro Jahr. 2 922 Tonnen CO2 werden durch die Nutzung von Holzhackschnitzel- und Pellets reduziert, 380 Tonnen durch mit Pflanzenöl betriebenen BHKWs und 22 Tonnen durch Photovoltaik-Anlagen.


Der Einsatz modernster und hocheffizienter Heizungsanlagen mit genau angepasster zeitlicher Steuerung und Kapazität sowie die Nutzung rationeller und regenerativer Energie durch die EDG zahlt sich dabei auch in finanzieller Sicht aus: Der Landkreis spart Heizkosten, der Haushalt 2007 wurde dadurch um rund 360 000 Euro entlastet. Auch begünstigt natürlich durch den relativ milden Winter. Gegenüber dem Jahr 2006 wurde mit 10 059 Megawattstunden fast 16 Prozent weniger Wärme verbraucht.


„Der Wärmeverbrauch lag in 2007 um 26 Prozent unter dem Wert von 2001. Und das, obwohl insbesondere Sporthallen, aber auch andere kreiseigene Gebäude zusätzlich versorgt werden“, so Zeis.


Bezüglich des Stromverbrauchs ergibt sich ein anderes Bild. Der Bedarf an elektrischer Energie hat durch die immer bessere EDV-Ausstattung der Schulen über die Jahre stetig zugenommen. Mit 2 401 Megawattstunden lag der Verbrauch 2007 gegenüber 2006 um 2,8 Prozent höher. Auch den Landkreis treffen dabei mit 416 000 Euro (in 2007) die deutlich höheren Preise für Strom. 2006 betrugen die Ausgaben dafür noch 306 000 Euro.

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