Trinationaler Jugendaustausch
Jugendliche aus Mainz-Bingen, Nysa und Verona folgen der roten Maus
Zum trinationalen Jugendaustausch treffen vom 20. bis 27. Juli 2008 30 Jugendliche und Betreuer aus den drei Partnerkreisen Mainz-Bingen, Nysa und der Provinz Verona in der Jugendherberge in Bingen am Mittelrhein zusammen. Thema des Austausches: „Meine Heimat, deine Heimat: Unser gemeinsames Europa“.
„Es ist schön, dass wieder Jugendliche aus den drei Partnerkommunen teilnehmen. In jedem Jahr herrscht immer eine ganz besondere Stimmung und ich bin sicher, es werden auch für die Teilnehmer ein paar unvergessliche Tage sein. Unsere Jugendbegegnung führt zum besseren Verständnis der Kulturen, sie hilft, bestehende vorurteile abzubauen und sie hilft damit, den Frieden in Europa zu bestärken, eine Gemeinschaft auch über Grenzen hinweg aufzubauen“, freut sich Landrat Claus Schick über das Zusammentreffen in Bingen und den Besuch der Jugendlichen im Landkreis.
Natürlich stehen Spaß und das gegenseitige Kennen lernen auf dem abwechslungsreichen Programm: Den „Spuren der roten Maus“ folgen die Teilnehmer durch Bingen und auf der Landesgartenschau. Die alten Römer warten in Mainz auf die Jugendlichen. Dort erfahren sie jede Menge Spannendes über die Geschichte der Landeshauptstadt, ein Besuch im Labyrinth der Traditionskellerei Kupferberg inklusive.
Eine Führung durch die historische Kaiserpfalz Karls des Großen erinnert in Ingelheim an die historische Bedeutung der Region und in Bad Kreuznach erfahren die Jugendlichen von der römischen Vergangenheit der Stadt, der Bedeutung Karl Marx und der Heilkraft der Sohle. Auf einer Schifffahrt von Bingen nach St. Goar wandeln die Jugendlichen auf den Spuren der Ritter und erleben die stolzen Zeugen der Vergangenheit voller Abenteuer und Burgenzauber. Die Gau-Algesheimer Gesellschaft für internationale Verständigung (GiV) lädt zu einem rheinhessischen Abend im Schloss Ardeck ein.
Damit der thematische Schwerpunkt der Begegnung nicht theoretisch verläuft, diskutiert Landrat Claus Schick mit den Jugendlichen über „Jugendarbeit als Instrument zur europäischen Integration“, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Mainz, Hans-Günter Mann, berichtet aus der Praxis über die Erfahrungen mit der einheitlichen Währung Euro, seine Vor- und Nachtteile. Sein Amtskollege der Sparkasse Rhein-Nahe, Peter Scholten, erläutert das Engagement der Jugendstiftung der Sparkasse zur Förderung internationaler Jugendarbeit.
Die Begegnung wird gefördert vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW), das mit der Unterstützung dazu beiträgt, dass junge Menschen ihre Persönlichkeit frei entfalten und ihrer Verantwortung in Gesellschaft und Staat gerecht werden. Bei allen Projekten, die das DPJW fördert, wird die partnerschaftliche Mitwirkung und Eigenverantwortung der Jugendlichen erwartet.
„Die jungen Menschen sollen befähigt werden, die entstandenen Kontakte selbst weiterzuentwickeln, um auf diese Weise eigenständig zu einer dauerhaften Zusammenarbeit zwischen den Ländern beizutragen“, erklärt die Partnerschaftsbeauftragte des Landkreises, Ricarda Kerl.