Landrat besucht Fährbetreiber Niederheimbach-Lorch
Schick spricht mit Ministerium
Um die schwierige wirtschaftliche Situation des Fährbetreibers zu erörtern, besuchte Landrat Claus Schick gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe Franz-Josef Riediger sowie Vertretern der Stadt Lorch, dem Ersten Stadtrat Karlheinz Augustin und Stadtratsmitglied Dieter Glaasen, den Fährbetreiber Michael Schnaas, der die Strecke Niederheimbach-Lorch bedient.
Schnaas legte in dem Gespräch auf der Fähre dar, dass er von zwei Seiten in die Schere genommen werde. Auf der einen Seite sei ein Rückgang der Fährbenutzer zwischen zehn und 20 Prozent zu verzeichnen, den er zum einen auf das Schließen der Rheingau-Kaserne in Lorch, und auf den allgemeinen Rückgang des Ausflugsverkehrs bedingt durch hohe Spritpreise sieht. Auf der anderen Seite schnüre ihm der erheblich gestiegene Dieselpreis die Luft ab. So zahle er gegenüber dem vergangenen Jahr 30 Cent mehr pro Liter, was bei einem Gesamtverbrauch von 100 000 Litern Mehrkosten von 30 000 Euro im Jahr verursache.
Seine Situation sei außerdem dadurch erschwert, dass die niedrige Durchfahrt unterhalb der Schienenanlage in Niederheimbach derzeit nur eine maximale Höhe von zweieinhalb Metern zulasse. Größere Wohnwagen und Busse könnten daher seine Fähre nicht benutzen. Eine Tieferlegung der Zufahrt um rund 80 Zentimeter würde - wenn dies technisch machbar sei – zu einer deutlichen Verbesserung seiner Situation führen. Schnaas wies außerdem darauf hin, dass es hilfreich wäre, wenn an der A61 ein Hinweis auf die Fähre angebracht wäre.
Der Landrat sagte zu, beim Wirtschaftsministerium über die von Schnaas vorgeschlagenen Alternativen und Möglichkeiten vorzusprechen.