Gespräch in der VG Rhein-Nahe
Landrat Claus Schick: Krippenausbau fortsetzen
In einer Gesprächsreihe tauscht sich Landrat Claus Schick mit den Bürgermeistern der Kommunen im Landkreis zur Situation der Versorgung mit Kinderkrippen- und Ganztagesplätzen in Kindertagesstätten aus. An der Reihe war diesmal die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe.Thema dieses Gespräches war, den aktuellen Stand der Versorgung mit Krippen und Ganztagsplätzen zu erfassen und gleichzeitig Möglichkeiten der Verbesserung zu erörtern. „Überall dort, wo ein Bedarf an Krippenplätzen nachgewiesen ist, wird dieser durch die Kreisverwaltung umgehend anerkannt und die Einrichtungen werden genehmigt“ betonte Landrat Schick. Die Einrichtung von Krippengruppen ist auf vielfältige Weise möglich: Zunächst wird jeweils die Einrichtung in bestehenden Kindertagesstätten geprüft. Ebenso kommen Auslagerungen in geeignete andere bestehende Gebäude in Frage. Erforderlichenfalls werden An- oder Neubauten erstellt. Haushaltsrechtlich werden die Maßnahmen durch die Kommunalaufsicht als unabweisbar eingestuft, sodass unabhängig von der örtlichen Haushaltslage die Maßnahmen sehr kurzfristig umgesetzt werden können. Zuschüsse des Landkreises in Höhe von 40 Prozent der erforderlichen Investitionskosten unterstützen die erforderlichen Maßnahmen. Landrat Claus Schick betonte, dass der Anteil des örtlichen Trägers an den Personalkosten in den Krippen lediglich fünf Prozent beträgt. An dem Gespräch in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe nahm auch die Zweite Kreisbeigeordnete Irene Alt teil. Sie legte dar, dass durch die Kreisverwaltung sofort entsprechende Kontakte mit den jeweiligen örtlichen Zuständigen aufgenommen werden, um die Projekte auf den Weg zu bringen. Im Einzelnen sieht die Situation in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe wie folgt aus:
Bacharach und Breitscheid: In dem evangelischen Kindergarten gibt es bisher zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe. Die Einrichtung einer weiteren Krippengruppe wird, da entsprechender Bedarf gegeben ist, nun geprüft. Falls dies im evangelischen Kindergarten nicht realisiert werden kann, käme eine kommunale Krippe in Betracht.
Münster-Sarmsheim: Neben den vorhandenen kommunalen und kirchlichen Kindergartengruppen sowie einer bestehenden Krippengruppe wird eine weitere Krippengruppe eingerichtet, um den Bedarf für die unter Dreijährigen zu decken. Hier findet in Kürze ein entsprechender Austausch mit der Kreisverwaltung statt.
Niederheimbach und Oberheimbach: In dem gemeinsamen zweigruppigen kirchlichen Kindergarten werden zurzeit 40 Kinder betreut. Hier werden nun Verhandlungen aufgenommen, ob in dieser Einrichtung eine Krippengruppe installiert werden kann.
Oberdiebach und Manubach: Der evangelische Kindergarten in Oberdiebach betreut 40 Kinder dieser beiden Gemeinden in zwei Gruppen. Der Bedarf für die Versorgung von Kindern unter drei Jahren aus Oberdiebach wird zurzeit überprüft.
Trechtingshausen: Der eingruppige kommunale Kindergarten versorgt bisher 25 Kinder. Bedarf besteht für eine weitere Gruppe, die auch unter Dreijährige aufnehmen kann sowie für eine Krippengruppe. Der erforderliche Platz steht in der vorhandenen Einrichtung zur Verfügung. Hier finden in Kürze Gespräche hinsichtlich der weiteren Planung statt.
Waldalgesheim: Die 150 Kinder dieser Gemeinden werden zurzeit in sechs Gruppen (vier kirchliche und zwei kommunale) betreut. Ende August findet ein Gespräch vor Ort statt, um die Planungen für einen Anbau in der Trägerschaft der Kommune zur Aufnahme einer Krippengruppe sowie einer weiteren Gruppe, die auch unter Dreijährige aufnehmen kann, auf den Weg zu bringen.
Weiler: Neben der privaten Krippe besteht Bedarf für eine weitere Krippengruppe. Hier wäre eine Ansiedlung an der katholischen Kindertagesstätte denkbar. Auch die Alternative einer kommunalen Einrichtung ist Gegenstand der weiteren Überlegungen.
Weiteres Thema des Gesprächs war der aktuelle Stand der Ehrenamtsförderung für die Kommunen der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe. Der Leitende Staatliche Beamte der Kreisverwaltung, Manfred Heinisch, führte aus, dass die Richtlinie der Ehrenamtsförderung eine Gesamtförderung für die Jahre 2007, 2008 sowie 2009 in Höhe von zehn Millionen Euro für ehrenamtliche Projekte im Landkreis vorsieht. Damit sollen ehrenamtliche Aktivitäten vor Ort gestärkt sowie die kommunale Infrastruktur in den Gemeinden verbessert werden. 38 Projekte in den Gemeinden der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe wurden im Jahr 2007 gefördert, in diesem Jahr bis heute 13 Projekte mit einem Gesamtförderbetrag für diese 51 Maßnahmen in Höhe von 931 000 Euro.