Bürgermeistergespräch VG Sprendlingen-Gensingen
Bedarf schnell decken
In der Reihe der Einzelgespräche mit allen Verbands- und Ortsgemeinden zur örtlichen Situation der Kinderkrippen hat nun auch in der VG Sprendlingen-Gensingen ein gemeinsamer Termin mit Bürgermeister Friedel Bess und den Ortsbürgermeistern stattgefunden.Wie bereits zuvor in den Gesprächen machte auch hier Landrat Schick deutlich, dass überall dort, wo ein Bedarf an Krippenplätzen nachgewiesen werde, dieser durch die Kreisverwaltung umgehend anerkannt und die Einrichtungen genehmigt werde. „Uns liegt sehr daran, das wir zügig weiter voran kommen und den Bedarf an Krippenplätzen schnell decken“, so Schick. Die Situation in der Verbandsgemeinde stellt sich im Einzelnen folgendermaßen dar:
Aspisheim und Horrweiler: In beiden Gemeinden, die bei der Kinderbetreuung kooperieren, gibt es keine Krippengruppe, der Bedarf erscheint angesichts der Zahl der vorhandenen unter Dreijährigen gegeben. Parallel zu einer derzeit stattfindenden Elternbefragung wurde deshalb ein gemeinsames Gespräch des Kreises mit den Gemeinden vereinbart, um die Möglichkeiten für eine altersgemischte Gruppe in Aspisheim und eine Krippengruppe in Horrweiler auszuloten. Als dringend verbesserungswürdig werden die Öffnungszeiten im Kindergarten Horrweiler gesehen.
Badenheim: Der evangelische Kindergarten wird eingruppig geführt, ist aber nicht voll belegt. Um das Angebot zu erweitern und so den Kindergarten in der Substanz zu unterstützen wollen Kreis und Gemeinde mit der evangelischen Kirche über die Umwandlung von der Regel- in eine geöffnete Gruppe führen, die zusätzliche Kinder unter drei Jahren aufnehmen kann.
Gensingen: Für Gensingen liegt dem Kreis bereits ein Antrag auf Einrichtung einer weiteren halben Krippengruppe vor, nachdem die erst zu Jahresbeginn eingerichtete Krippengruppe bereits voll belegt ist und eine Warteliste existiert. Der gestellte Antrag wurde von der Kreisverwaltung befürwortet und an das Landesjugendamt zur Genehmigung weitergegeben. Jedoch erscheint es bereits jetzt absehbar, dass die halbe Gruppe aufgrund der zu erwartenden Nachfrage mittelfristig auf eine ganze Krippengruppe aufgestockt werden kann.
Grolsheim: im kommunalen Kindergarten, der mit zwei Regelgruppen für 50 Kinder ausgelegt ist, sind derzeit nur 31 Plätze belegt. Das Jugendamt des Kreises wird deshalb zusammen mit der VG Gespräche mit der Ortsgemeinde führen, um vor Ort eine Regelgruppe in eine altersgemischte Gruppe umzuwandeln und weitere Plätze für Kinder unter drei Jahren zu schaffen.
Sprendlingen: Die Gemeinde möchte zusätzlich zur bestehenden eine weitere Krippengruppe eröffnen, da ausreichender Bedarf und Nachfrage vorhanden ist. Möglich ist die Kooperation mit einem freien Träger, allerdings muss seitens des Landesjugendamtes noch die Zuschussfähigkeit geprüft werden. Die Kreisverwaltung wird die Einrichtung der gewünschten Krippengruppe unterstützen und befürworten, dazu werden Gespräche mit dem Landesjugendamt geführt.
St. Johann und Wolfsheim: Die kommunalen Kindergärten in St. Johann und Wolfsheim sind nicht voll belegt. Die Gemeinde Wolfsheim hat bereits einen Antrag auf Einrichtung einer Krippengruppe gestellt, der von der Kreisverwaltung an das Landesjugendamt unterstützend weitergeleitet wurde. Hier soll in Kürze ein Ortstermin stattfinden, um die räumlichen Möglichkeiten abzuklären. Vorgeschlagen wurde deshalb eine gemeinsame Krippe für die beiden Ortsgemeinden einzurichten, zusätzlich sollte die Regelgruppe in Wolfsheim in eine altersgemischte Gruppe umgewandelt werden. Gespräche dazu sollen in Kürze stattfinden.
Welgesheim und Zotzenheim: In den beiden Gemeinden wird derzeit kein Bedarf für zusätzlich zu den im Kindergarten in Welgesheim existierenden Krippenplätze gesehen. Sollte sich kurzfristige eine Nachfrage ergeben, so stünden in Sprendlingen noch einzelne Plätze zur Verfügung. Beim zukünftig zu erwartenden Rückgang der Belegung könnte eine Regelgruppe in eine altersgemischte Gruppe umgewandelt werden.
Den aktuellen Stand der Ehrenamtsförderung des Kreises für die Verbandsgemeinde erläuterte der Leitende staatliche Beamte, Manfred Heinisch. Mit über 470 000 Euro wurden 23 ehrenamtliche Projekte von Bürgern, Vereinen und Gruppierungen in der VG unterstützt. Dass in den zurückliegenden Jahren in der VG sehr verantwortungsvoll mit dem Geld umgegangen worden sei, konstatierte Landrat Claus Schick: „Die Gemeinden haben ausgeglichene Haushalte und fast alle eine freie Finanzspritze, sind zum Teil schuldenfrei. Das ist der Idealzustand einer soliden Finanzpolitik.“