Gespräch in der VG Nierstein-Oppenheim
Landrat Claus Schick: weitere Krippengruppen werden eingerichtet
Zum mittlerweile fünften Mal fand ein Gespräch zur Klärung der Situation der Kinderkrippen vor Ort statt. In der Verbandsgemeindeverwaltung Nierstein-Oppenheim traf sich Landrat Claus Schick mit Bürgermeister Klaus Penzer sowie den Bürgermeistern der Ortsgemeinden. An dem Gespräch waren weiterhin beteiligt die zuständige Kreisbeigeordnete Irene Alt sowie der Leitende Staatliche Beamte Manfred Heinisch.
Auch hier machte Landrat Schick deutlich, dass überall dort, wo ein Bedarf an Krippenplätzen nachgewiesen wird, dieser durch die Kreisverwaltung umgehend anerkannt und die Einrichtungen bzw. notwendigen Maßnahmen genehmigt werden. Durch die Kreisverwaltung werden sofort entsprechende Kontakte mit den jeweiligen örtlichen Zuständigen aufgenommen, um die Projekte auf den Weg zu bringen. Die Situation in der Verbandsgemeinde stellt sich im Einzelnen folgendermaßen dar:
Nierstein:
Neben der Einrichtung der beiden vorhandenen Krippengruppen ist die weitere Einrichtung von mindestens einer Krippengruppe für die 113 unter 2- jährigen Kinder in Nierstein geplant. Hierzu wird die Kreisverwaltung in der zweiten Oktoberhälfte ein Gespräch initiieren mit den Trägern und Leitungen der beiden konfessionellen Einrichtungen, dem Ortsbürgermeister, Vertreter der Verbandsgemeinde sowie der Fachabteilung der Kreisverwaltung. Dabei wird zusätzlich über die “Öffnung” von vorhandenen Gruppen beraten, d. h. Aufnahme von bis zu sechs 2- Jährigen pro Gruppe.
Oppenheim:
Eine kommunale Krippengruppe ist vorhanden. Um den darüber hinaus gehenden Bedarf zu decken, soll die Einrichtung nun um eine zweite Krippengruppe mittels Anbau erweitert werden.
Dienheim:
Durch die Einrichtung der vierten altersgemischten Kindergartengruppe zum Sommer 2008 und die Anerkennung der privaten Krippengruppe des TV Dienheim ist der Bedarf in der Gemeinde Dienheim zurzeit erfreulicherweise ausreichend gedeckt.
Undenheim und Friesenheim:
Die beiden Gemeinden betreiben einen gemeinsamen Kindergarten in Undenheim. Dort wird in absehbarer Zeit durch einen Anbau eine neue Hort- und eine Krippengruppe sowie eine neue Küche realisiert.
Dalheim:
In der Gemeinde Dalheim besteht ein dringender Bedarf an zehn Ganztagsplätzen für alle Altersgruppen und an Betreuungsangeboten für Kinder unter 3 Jahren. Aus Sicht der Kreisverwaltung ist die Deckung beider Bedarfe durch interne Differenzierungen in Form von altergemischten Gruppen sowie Veränderung der Öffnungszeiten problemlos möglich.
Landrat Claus Schick und die Kreisbeigeordnete Irene Alt führen Anfang Oktober Gespräche mit dem evangelischen Dekan, um die notwendigen Maßnahmen zur Deckung des Betreuungsbedarfes im evangelischen Kindergarten zu initiieren.
Dexheim:
Durch die vorhandene Regelgruppe sowie die neu eingerichtete altersgemischte Gruppe können hier 9 Plätze für unter 3- Jährige angeboten werden. Dadurch ist zurzeit der Bedarf an Betreuungsplätzen für unter 3- Jährige ausreichend gedeckt.
Köngernheim:
Mit der Einrichtung einer neuen Kindergartengruppe sowie der Aufstockung der altersgemischten Gruppe auf eine “geöffnete” Gruppe sind auch hier zurzeit ausreichend Plätze für die Betreuung der unter 3-Jährigen vorhanden.
Mommenheim:
Mommenheim hatte eine der ersten Krippengruppen im Landkreis eröffnet. Wegen des hohen Bedarfes an Betreuung für unter 3-Jährige kann sich die Kreisverwaltung die Umstrukturierung von 2 Regel- zu zwei “geöffneten” Gruppen vorstellen, um so 12 weitere Plätze für 2-jährige zu schaffen. Entsprechende Maßnahmen wird die Kreisverwaltung auch hier einleiten.
Hahnheim-Selzen:
Die Kinder von Hahnheim und Selzen werden in der gemeinsamen Einrichtung in Hahnheim betreut. Im Zusammenhang mit der Einrichtung der Ganztagsschule in Hahnheim ist zum Sommer 2009 auch die Einrichtung einer Krippengruppe geplant. Um dem sehr kurzfristigen Bedarf an Krippenbetreuung gerecht zu werden, wird darüber hinaus in Selzen in gemeindeeigenen Räumen im ersten Obergeschoss des alten Rathauses noch in diesem Jahr eine Krippengruppe dauerhaft eingerichtet.
Weiteres Thema des Gespräches war die aktuelle Situation der Ehrenamtsförderung in der Verbandsgemeinde. Insgesamt wurden für 55 ehrenamtliche Projekte in den Gemeinden der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim 2007 bis September 2008 eine Gesamtzuschusshöhe von 1,4 Mio. € aus dem Ehrenamtsförderprogramm des Landkreises Mainz-Bingen ausgezahlt.
Sehr herzlich dankte Herr Landrat Schick allen Anwesenden für den sehr konstruktiven Austausch.