Gespräch mit den Bürgermeistern der VG Gau-Algesheim
Landrat Claus Schick: Weitere Krippenplätze
In einer Gesprächsreihe tauschen sich Landrat Claus Schick und die zuständige Kreisbeigeordnete Irene Alt seit einigen Wochen mit den Bürgermeistern der Kommunen im Landkreis zur Situation der Versorgung mit Kinderkrippen- und Ganztagesplätzen in Kindertagesstätten aus. Das Gespräch fand jetzt in der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim statt.
Thema dieser Gespräches war, den aktuellen Stand der Versorgung mit Krippen und Ganztagsplätzen zu erfassen und gleichzeitig Möglichkeiten der Verbesserung zu erörtern. “Überall dort, wo ein Bedarf an Krippenplätzen nachgewiesen ist, wird dieser durch die Kreisverwaltung umgehend anerkannt und die Einrichtungen werden genehmigt” betont Landrat Schick. Die Einrichtung von Krippengruppen ist, wie die zuständige Beigeordnete Frau Alt darlegte, auf vielfältige Weise möglich: Durch Einrichtung in bestehenden Kindertagesstätten, Anbauten etc. Haushaltsrechtlich werden die Maßnahmen durch die Kommunalaufsicht als unabweisbar eingestuft, sodass unabhängig von der örtlichen Haushaltslage die Maßnahmen sehr kurzfristig umgesetzt werden können. Zuschüsse des Landkreises in Höhe von 40 % der erforderlichen Investitionskosten unterstützen die erforderlichen Maßnahmen. Schick und Alt
betonten, dass der Anteil des örtlichen Trägers an den Personalkosten in den Krippen lediglich 5 % beträgt. Sie legten dar, dass durch die Kreisverwaltung sofort entsprechende Kontakte mit den jeweiligen örtlich Zuständigen aufgenommen werden, um die Projekte auf den Weg zu bringen. Im Einzelnen sieht die Situation in der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim wie folgt aus:
Schwabenheim:
Zu den vorhandenen drei Kindergartengruppen und der einen Krippengruppe ist aufgrund der hohen Kinderzahlen in Schwabenheim eine weitere, altersgemischte Kindergartengruppe oder eine weitere Krippengruppe geplant, sodass hier 7 bis 10 Plätze für unter dreijährige Kinder geschaffen werden können. Bürgermeister Merz wird sich diesbezüglich mit der Fachabteilung der Kreisverwaltung in Verbindung setzen.
Ober-Hilbersheim und Nieder-Hilbersheim:
Die beiden Gemeinden haben eine gemeinsame Einrichtung am Standort Ober-Hilbersheim mit 3 Regelgruppen, in denen 6 Plätze für unter dreijährige Kinder zur Verfügung stehen. Hier sollen mindestens 10 Ganztagsplätze geschaffen werden. Gleichzeitg sollen die Kindergartengruppen zu “geöffneten” Gruppen mit Plätzen für je sechs Zweijährige umgewandelt werden, so dass insgesamt 18 Plätze für Zweijährige entstehen können. Des Weiteren wurde besprochen, dass in Nieder-Hilbersheim eine Krippengruppe für beide Gemeinden eingerichtet werden soll. Zeitnah wird Bürgermeister Mersch das Gespräch mit der Kreisverwaltung hinsichtlich der Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten suchen.
Engelstadt:
Engelstadt hat im vergangenen Jahr eine Krippengruppe eingerichtet und ist mit dem vorhandenen eingruppigen Kindergarten mit 14 Ganztagesplätzen bestens versorgt, sodass zurzeit weitere Maßnahmen nicht erforderlich sind.
Appenheim:
In dem dreigruppigen kommunalen Kindergarten ist geplant, zwei der drei Gruppen in “geöffnete” und die dritte Gruppe in eine altersgemischte Gruppe mit “kleiner Altersmischung” umzuwandeln. Damit können 19 Plätze für unter dreijährige Kinder geschaffen werden. Weiterhin wurde besprochen, dass Ganztagsplätze eingerichtet werden.
Ockenheim:
Ockenheim verfügt über eine kommunale Einrichtung mit einer Gruppe und einem katholischen Kindergarten mit drei Gruppen. Es ist geplant, die kommunale Kindergartengruppe in eine “geöffnete” Gruppe umzugestalten, um sechs Zweijährige aufnehmen zu können. Mit dem Träger der katholischen Einrichtung sollen zeitnah Gespräche geführt werden mit dem Ziel, eine Kindergartengruppe in eine Krippengruppe umzuwandeln.
Gau-Algesheim:
Die vorhandene städtische Kindertagesstätte im Schloss Ardeck ist viergruppig. Hier bestehen Überlegungen, als Ergänzung zu den beiden in Gau-Algesheim vorhandenen privaten Kinderkrippen eine kommunale Krippengruppe in der städtischen Tagesstätte einzurichten. Die Planungen sehen weiterhin vor, 2 Kindergartengruppen für je sechs zweijährige zu öffnen und mindestens 10 Ganztagsplätze einzurichten.
Bubenheim:
Die Gemeinde Bubenheim verfügt über eine zweigruppige Einrichtung mit einer Regelgruppe und einer altersgemischten Gruppe, die insgesamt 9 Plätze für unter Zweijährige beinhalten. Damit ist der Bedarf vor Ort zurzeit ausreichend abgedeckt.
Weiteres Thema des Gesprächs mit den Bürgermeistern war der aktuelle Stand der Ehrenamtsförderung für die Kommunen der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim. Der Leitende Staatliche Beamte der Kreisverwaltung, Manfred Heinisch, führte aus, dass die Richtlinie der Ehrenamtsförderung eine Gesamtförderung für die Jahre 2007, 2008 sowie 2009 in Höhe von zehn Millionen Euro für ehrenamtliche Projekte im Landkreis vorsieht. Damit sollen ehrenamtliche Aktivitäten vor Ort gestärkt sowie die kommunale Infrastruktur in den Gemeinden verbessert werden. Bis jetzt wurden in den Gemeinden der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim 13 Projekte gefördert mit einem Gesamtförderbetrag in Höhe von
349.878 Euro.