Stiftung “Kultur im Landkreis” Mainz-Bingen
Landrat verleiht Ehrenbriefe für kulturelles Engagement

Für diejenigen, die sich ehrenamtlich für das kulturelle Leben im Landkreis engagieren, zeichnete Landrat Claus Schick stellvertretend zehn Persönlichkeiten, darunter ein Ehepaar, mit dem Ehrenbrief des Landrats aus. Ausgelobt wird die Auszeichnung von der Stiftung “Kultur im Landkreis”. Dotiert ist sie mit je 250 Euro. Vorgeschlagen für diese Ehrung wurden die Ausgezeichneten von Vertretern aus Kommunalpolitik und kulturellen Vereinen.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Kreistagssaal stellte der Vorsitzende der Stiftung, Landrat Schick, den unschätzbaren Wert d erer die in der Kulturarbeit im Hintergrund wirken, heraus: “Sie verleihen mit ihrem Engagement der Kultur im Landkreis Ansehen, Profil und Konturen. Das macht Sie zu nachahmenswerten Vorbildern der Gesellschaft”. Mit Stolz dürften die Gemeinden Nierstein, Dienheim, Sprendlingen, St. Johann, Waldalgesheim sowie die Städte Oppenheim, Gau-Algesheim, Ingelheim, Bingen und Nieder-Olm auf engagierte Persönlichkeiten verweisen, deren Verdienste die Vorschlagenden jeweils in ihrer Laudatio darlegten. Die musikalische Darbietung von Barbara Schweikard-Sepehr, Pianistin aus Bingen, empfanden sowohl die Geehrten als auch die Gäste der Feierstunde als gelungene Bereicherung.
Mit dem Ehrenbrief für die Eheleute Edda und Rüdiger Mann aus Nieder-Olm wird deren gemeinsames Engagement für die Dekorationen von Festen, Veranstaltungen und Sitzungen unterschiedlichster Vereine gewürdigt. Sie sind stets Motor und Ideengeber und beleben somit seit mehr als 15 Jahren das kulturelle Leben und die kulturelle Vielfalt in Nieder-Olm.
Willi Alt aus Oppenheim unterstützt bereits seit der Gründung des Förderkreises die Jugendmusikschule Nierstein-Oppenheim und ist Vorsitzender des Vereins. Durch sein ehrenamtliches Engagement ist er unverzichtbar für den Verein und das kulturelle Leben der Stadt Oppenheim.
Helmut Reichert aus Nierstein engagiert sich ebenfalls seit Jahren ehrenamtlich für die Förderung von Kunst und Kultur. Durch eine Vielzahl an Ausstellungen, die er in seiner Weinstube initiiert, gibt er auch (Nachwuchs-)Künstlern die Chance, sich vor Publikum zu präsentieren und ist einer der Wegbereiter für den Niersteiner Kultursommer.
Sonja Anna Peil aus Gau-Algesheim engagiert sich seit nunmehr 25 Jahren ehrenamtlich in der Katholischen öffentlichen Bücherei St. Cosmas und Damian. Aber nicht nur in der Bücherei ist sie unverzichtbar geworden, sondern für sie ist es eine Selbstverständlichkeit bei Veranstaltungen tatkräftig mitzuhelfen und sogar Schüler durch die Leseförderung zu unterstützen.
Robert Jochem aus Dienheim ist seit über 30 Jahren in vielen Dienheimer Vereinen tätig. Ob als Wagen- und Bühnenbauer beim Musikverein Rheingold, zuletzt bei den Dienheimer Ladys, als Trompeter im Posaunenchor oder gar als Almbläser: Er beeindruckt mit seinen kreativen Ideen und seiner musikalischen Ader.
Heike Genther aus Sprendlingen führt das von ihrem Vater begonnene Lebenswerk, ein “Sprendlinger Heimatmuseum” aufzubauen, kontinuierlich fort. Nicht nur, dass sie die von ihrem Vater jahrelang gesammelten Heimatgegenstände ihren Mitmenschen weitervermitteln will, sie unterstützt auch weitere Projekte wie z.B. die Spielleitplanung der Ortsgemeinde oder das ortsinterne Sommerferienprogramm sowie Ganztagsschulprojekte.
Ludwig Diehl aus St. Johann unterstützt seit Jahrzehnten nicht nur viele kulturelle Einrichtungen wie etwa die Gemeindebücherei oder das Volksbildungswerk durch seine Leitung, sondern er begeistert die Menschen auch durch seine Erarbeitung der “St. Johanner Heimatblätter”. Mit seinen Ideen und seinem Engagement hat er hierbei in St. Johann in vielerlei Hinsicht kulturelle Impulse gesetzt.
Rosi Barth aus Ingelheim ist Mitbegründerin des Vereins der Förderer der Kleinkunst und war mehrere Jahre als Schriftführerin tätig. Sie gestaltete das Abendprogramm, half an der Kasse, betreute die Künstler und ist jetzt zuständig für die Technik bei den Veranstaltungen. Der Verein lebt sozusagen mit ihr und sie mit ihm. Durch sie fand die Kleinkunst in Ingelheim Beachtung.
Dr. Karl-Maria Heidecker aus Bingen zeigte aufgrund seiner beruflichen Erfahrung als Chirurg die Parallelen zwischen dem ärztlichen Wissensstand römischer Zeit und Heute auf und befürwortete unter anderem auch die Gründung des Fördervereins “Freundeskreis Historisches Museum am Strom-Hildegard von Bingen”.
Siegfried Eckes aus Waldalgesheim ist in mehr als 10 Waldalgesheimer Vereinen engagiert, durch die sein gesangliches, musikalisches und künstlerisches Talent zum Vorschein treten. All diese Aufgaben übernimmt er mit Freude und persönlicher Hingabe ehrenamtlich.