„Klimaschutz und Energie sparen mit dem Landkreis Mainz-Bingen“
Schick stellt Förderprogramm für Hauseigentümer vor
Der Landkreis Mainz-Bingen unterstützt ab dem kommenden Jahr Wohneigentümer, die Energiesparmaßnamen an ihrem Haus durchführen lassen möchten doppelt. Zusätzlich zum umfassenden Beratungsangebot des Umwelt- und Energieberatungszentrums (UEBZ) legt der Kreis das Förderprogramm „Klimaschutz und Energie sparen mit dem Landkreis Mainz-Bingen“ auf. „Wir wollen mit diesem Angebot Eigentümer anregen, sich zu engagieren und es ihnen leichter machen, Energiesparmaßnahmen zu planen und umzusetzen. Dafür sollen im Haushalt 2009 eine Millionen Euro bereitgestellt werden“, erklärt Landrat Claus Schick die Zielrichtung. Gefördert werden Energiesparmassnahmen an bestehenden, selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden im Landkreis mit fünf Prozent der Darlehenssumme, die für die Finanzierung bei einer Bank aufgenommen wird. Bezuschusst werden Maßnahmen zwischen 10 000 und40 000 Euro. Bis zu 2 000 Euro können die Bürger damit vom Kreis bekommen. Die Gebäude müssen vor dem 31. Dezember 1994 gebaut sein und die Maßnamen den Anforderungen Öko-Plus im Programm „Wohnraum modernisieren“ oder des C02-Gebäudesanierungsprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entsprechen. Das Kreis-Förderprogramm kann auch eine Ergänzung zu Förderungen der KfW, Land oder anderer Institutionen sein.
Da das Förderprogramm Bestandteil des Haushaltes für das kommende Jahr ist, kann es erst nach der Verabschiedung des Haushaltes durch den Kreistag und der Genehmigung durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) im
März 2009 starten. Die Antragsstellung erfolgt über die Kreditinstitute im Landkreis Mainz-Bingen, die notwendigen Formulare werden dann auch in der Kreisverwaltung und im UEBZ erhältlich sein.
Matthias Unnath, Energie- und Klimaschutzbeauftragter im UEBZ, berät die Bürgerinnen und Bürger kostenlos, produkt- und herstellerneutral bei Fragen zu Gebäudesanierung und Energiesparen. Er berichtet: „In den Beratungen werden vorwiegend Fragen zur Altbausanierung und zur Heizungserneuerung gestellt, welche Dämmung wird empfohlen, welche Fenster können eingebaut werden, welche Alternativern bestehen zur Öl oder Gasheizung?“ Dies seien Maßnahmen, die durch das Förderprogramm des Kreises gefördert würden, so Schick: „Vorhaben, die den Energieverbrauch eines Gebäudes reduzieren. Das hilft sparen und schont die Umwelt. Damit stellt das Programm eine gute Ergänzung zur hervorragenden Arbeit unserer Energiedienstleistungsgesellschaft und des UEBZ dar. Außerdem können sich auch die Handwerker in der Region nun Aufträge erhoffen. Damit setzen wir einen wichtigen Impuls für die Wirtschaft.“