Untere Jagdbehörde

Mehr als doppelt so viele Wildschweine erlegt

Im Landkreis Mainz-Bingen haben die Jäger seit April 2008 insgesamt 696 Wildschweine erlegt. Damit haben sie schon jetzt mehr als doppelt so viele Tiere geschossen wie im gesamten Jagdjahr 2007/2008. Dort wurden gerade einmal 325 Tiere erlegt. Das Jagdjahr dauert immer vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres.

Alleine im November und Dezember 2008 wurden 151 beziehungsweise 161 Schwarzkittel geschossen. Schwerpunkt der Bejagung ist der Nordkreis, dort gibt es die besten Voraussetzungen für Wildschweine, folglich ist auch die Population deutlich größer als in andere Regionen Mainz-Bingens. Aufgrund des milden Winters 2007/2008, günstigen Nahrungsbedingungen und der geringen Anzahl an natürlichen Feinden war der Wildschweinbestand insgesamt stark angestiegen. Die Folge waren verstärkte Wildschäden in der Landwirtschaft und in Hausgärten, steigende Unfallzahlen im Straßenverkehr, nicht zuletzt birgt eine große Wildschweinpopulation auch das erhöhte Risiko des Ausbruchs und Einschleppung einer Schweinepest. Neben dem Land hatte sich deshalb auch die zuständige Abteilung der Kreisverwaltung im vergangenen Jahr an die Jagdpächter und Jäger gewand und diese aufgefordert, verstärkt Wildschweine zu bejagen. Mit Erfolg.

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