Haushalt 2009
29 Millionen Euro werden in Schulen investiert
Erträge von 231 Millionen Euro und Aufwendungen von 196 Millionen Euro im Ergebnishaushalt sind die Eckdaten im ersten doppischen Haushaltsentwurf des Landkreises für das Jahr 2009, den Landrat Claus Schick in Ingelheim vorstellte. Als einen „sehr sehr ordentlichen Haushalt“ bezeichnet der Kreischef das Zahlenwerk, über das am 30. Januar im Kreistag debattiert und abgestimmt wird. 2009 wird ein Jahr, in dem der Landkreis viel vor hat. Alleine 29 Millionen Euro betragen die Investitionen in die Mainz-Binger Schulen. So viel wie noch nie zuvor in einem Haushaltsjahr. „Wir bauen unsere Schulen weiter aus und schaffen so beste Voraussetzungen für die Schülerinnen und Schüler. Mainz-bingen ist der Bildungslandkreis Nummer eins!“ Gleichzeitig erneuert Schick sein Angebot an die Schulen: „Wer Ganztagsschule werden will, den werden wir auf diesem Weg voll und ganz unterstützen. Wir als Schulträger sind dabei.“Neben dem Schulbau ist der weitere massive Ausbau von Krippenplätzen ein weiterer Schwerpunkt im Haushalt 2009. 2,6 Millionen Euro sind für die Schaffung von 30,5 zusätzlichen Krippengruppen vorgesehen. „Wir haben in den vergangenen Monaten mit allen Kommunen gute Gespräche geführt. Ich freue mich, dass alle Kommunen die Chance wahrnehmen, die sich durch unsere gute Finanzlage bietet. Denn die Kommunen selbst tragen nur einen kleinen Anteil an den Investitionen beim Ausbau der Betreuungsplätze.“ Gleichzeitig wird auch die Ehrenamtsförderung mit 3,3 Millionen Euro in 2009 fortgeführt. „Die allermeisten Kommunen erhalten durch die Ehrenamtsförderung viel mehr finanzielle Mittel, als bei einer Senkung der Kreisumlage. Nicht nur finanziell, auch was das ehrenamtliche Engagement und damit die Identifikation der Menschen mit der eigenen Gemeinde angeht, ist dieses Programm ein absoluter Gewinn.“ Vier Millionen Euro in den Straßenbau investiert. Das kostet den Kreis 1,8 Millionen Euro netto. Das Förderprogramm Klimaschutz, mit dem Eigentümer bei der energetischen Sanierung ihres Wohnraums unterstützt werden, hat ein Gesamtvolumen von einer Millionen Euro.
Während der Kreis damit auf der einen Seite massiv investiert, können auf der anderen Seite die Verbindlichkeiten entscheidend reduziert werden: Der Schuldenstand wird um 15,7 Millionen Euro auf nun nur noch 7,369 Millionen Euro reduziert. „Im kommenden Jahr werden wir schuldenfrei“, freut sich Landrat Schick vor allem auch darüber, dass der Landkreis damit dann vollständig von Zins- und Tilgungsleistungen befreit ist. „Das entlastet dann alle zukünftigen Haushalte immens.“