Lebendige Partnerschaft zwischen Mainz-Bingen und Verona
Italienerin Elisa Gelmetti sammelt Berufserfahrungen als Praktikantin
Im Juli des vergangenen Jahres hat die 19-jährige Elisa Gelmetti aus Caprino Veronese ihr Abitur bestanden. Statt direkt danach mit einem Studium oder der Arbeitssuche zu beginnen, kam sie zunächst für einige Monate nach Mainz-Bingen. Acht Wochen war sie als Praktikantin der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, davor bereits für sechs Wochen in der Ingelheimer Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Rhein-Nahe. „Ich wollte meine Deutschkenntnisse verbessern, meinen persönlichen Horizont erweitern und auch über meine berufliche Zukunft nachdenken“, erzählt Elisa, die mit dem Gedanken spielte, Dolmetscherin zu werden. Eine vorübergehende rheinhessische Heimat fand Elisa schließlich in Gau-Algesheim, der Partnerstadt von Caprino Veronese. Schnell hatte sie sich in ihrer Gastfamilie, beim Vorsitzenden der Gau-Algesheimer Gesellschaft für Internationale Verständigung (GIV), Clausfriedrich Hassemer, eingelebt.
„Die Arbeit war sehr spannend und interessant. So habe ich viel über den Arbeitsalltag in Deutschland erfahren können“, berichtet Elisa von ihrer Zeit in der Kreisverwaltung. Dort lagen ihre Arbeitsschwerpunkte im Bereich Partnerschafts- und Kulturarbeit. „Ich durfte beispielsweise die besondere Kunstausstellung des veronesischen Künstlers Giovanni Faccioli mit vorbereiten“. Anlass der Ausstellung war das 25-jährige Partnerschaftsjubiläum des Vereins „Freundschaftskreis Landkreis Mainz-Bingen – Provinz Verona“. Eine prima Gelegenheit für Elisa ihr Talent als Dolmetscherin unter Beweis zu stellen. „Nach dieser tollen Erfahrung kann ich mir nun gut vorstellen, tatsächlich später als Übersetzerin zu arbeiten“, stellt Elisa zufrieden fest. In besonderer Erinnerung wird Elisa auch das närrische Treiben zur „fünften Jahreszeit“ bleiben. „Die Kreis-Fassenacht-Sitzung in Nackenheim und auch die Sitzung in Ober-Hilbersheim haben mir gut gefallen. Bei uns wird der Karneval zwar auch gefeiert, spielt aber im alltäglichen Leben nicht so eine große Rolle wie in Rheinhessen“, resümiert Elisa. Ein wenig traurig war Elisa schon beim Abschied. Aber der Gedanke an ihre geliebte und original italienische Pasta und das dann doch deutlich schönere Wetter mit mehr Sonne lies die Abschiedstränen aber dann am Ende doch trocknen.