Schweine-Influenza
Mainz-Binger Gesundheitsamt ist gut vorbereitet
Im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Schweinegrippe in Mexico wurde auch das Gesundheitsamt des Landkreises Mainz-Bingen am Wochenende informiert, wie mit Verdachtsfällen umzugehen sei. In einem ersten Verdachtsfall in Mainz wurde das Mainz-Binger Gesundheitsamt am Montag, 27. April eingeschaltet. Nach bisherigem Kenntnisstand hat sich der Verdacht nicht erhärtet. „Der Mainzer Verdachtsfall hat gezeigt, dass die Kommunikation mit den maßgeblichen Stellen in der Region gut funktioniert“, erklärt Landrat Claus Schick.Für den Fall, dass das gefährliche Virus nach Deutschland eingeschleppt wird und sich die derzeitige Grippewelle in Mexiko zur Pandemie auswächst, gibt es für den Landkreis Mainz-Bingen einen kommunalen Pandemieplan. Auch die Krankenhäuser in der Stadt Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen haben eigene Pandemiepläne, die mit dem Mainz-Binger Gesundheitsamt abgestimmt sind. Bei Bedarf können die Pandemiepläne sofort in Kraft gesetzt werden. Derzeit gilt weiterhin die Pandemische Warnperiode Phase 3. D. h. Isolierung eines neuen Influenzasubtyps bei einem Manschen aber noch kaum Übertragungen von Mensch zu Mensch. Nach dem Infektionsschutzgesetzt handelt es sich bei der Schweine-Influenza um eine bedrohliche Erkrankung, die meldpflichtig ist.
Das Gesundheitsministerium in Mainz teilt im Zusammenhang mit der Schweine-Influenza mit, dass es derzeit oberstes Ziel sei, das Auftreten der Krankheit so früh wie möglich zu erkennen und ein Ausbreiten zu verhindern. Als wichtige Schutzmaßnahme sollten jedoch Menschen, die sich in den letzten acht Tagen in Mexiko aufgehalten haben, bei grippeähnlichen Anzeichen oder Fieber umgehend ihren Hausarzt aufsuchen. Das neue Virus sei offenbar von Mensch zu Mensch übertragbar. Niemand könne sich durch den Verzehr von Schweineprodukten anstecken, sondern nur durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder Menschen. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit betrage, soweit bekannt, etwa drei bis fünf Tage. Auch vor Ausbruch der Symptome bestünde bereits Ansteckungsgefahr.