Familienpatenprojekt

Schon kleine Hilfestellungen helfen

Sie sind seit Anfang an mit dabei im Familienpatenprojekt der Kreisverwaltung Mainz-Bingen und des Lokalen Bündnis für Familien: Christina Schupp und Gabriela D´ Amico, beide aus Ingelheim, beide Mütter von zwei Kindern.

 

Familie Schupp war die erste Familie im Landkreis, zu der eine Familienpatin vermittelt werden konnte. Seither treffen sich Christina Schupp, die zwei Töchter Ronja und Ciara   (ein Jahr und zweieinhalb Jahre) und Gabriela D´Amico, ihre Familienpatin, regelmäßig, meist ein bis zwei Mal in der Woche.

 

Für einige Stunden in der Woche helfen Familienpaten zum Beispiel bei der Kinderbetreuung, dem Einkauf, Arztbesuch oder im Haushalt, sie unterstützen und entlasten. Den Paten bleibt dabei selbst überlassen, wie sie den Familien zur Seite stehen und wie viel Zeit sie dafür aufwenden wollen. „Schon kleine Unterstützungsangebote helfen, junge Eltern zu entlasten“, beschreibt Alt die Zielrichtung des Projektes.

 

„Natürlich sind die Familienpaten ausdrücklich nicht als kostenlose Haushaltshilfen oder Tagesmütter zu verstehen“, so die Zweite Kreisbeigeordnete Irene Alt. „Am Anfang steht ein persönliches Gespräch sowohl mit den Paten als auch den Familien“, erläutert Alt das Projekt. „Im zweiten Schritt sollen Eltern und Paten einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen, mit dessen Hilfe wir versuchen, Paten zu finden, die aufgrund ihrer Interessen und ihres Zeitbudgets zu den Familien passen“. Maike Hahn, die das Projekt bei der Kreisverwaltung betreut, ergänzt: „Die Patenschaft kommt nur dann zustande, wenn beim Kennenlernen der Familie und des Paten die ‚Chemie’ stimmt. Und natürlich werden die Paten vor und während ihrer Tätigkeit von uns begleitet.“

 

Christina Schupp hatte von dem Angebot der Familienpatenschaft in der MütZe, dem Mütter- und Familienzentrum in Ingelheim das Sie regelmäßig besucht, gehört. „Wir sind aus beruflichen Gründen nach Ingelheim gezogen, die Familie wohnt weit weg und ein fester Freundeskreis fehlt noch“, so Christina Schupp. „Da mein Mann viel arbeitet stemme ich tagtäglich den Haushalt mit zwei Kleinkindern alleine. Das wird insbesondere dann eng, wenn Arztbesuche oder andere Termine außerhalb der Reihe anstehen. Insgesamt ist diese Situation schon belastend. Die Familienpatin gibt mir Freiraum, auch für mich.“

 

Die  Patenschaft von Familie Schupp und Gabriela D´Amico hat sich schnell und unkompliziert eingespielt. „Und auch die Kinder verstehen sich prima mit ihrer Familienpatin“, erzählt Christina Schupp. „Aus eigener Erfahrung weiß ich wie wichtig es ist, dass Mütter Zeit für sich haben. Einen Teil der Zeit die ich übrig habe, gebe ich gerne an die Familie weiter. Und ich bekomme dafür ganz viel zurück“, so Familienpatin Gabriela D´Amico.

 

Wer sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit als Familienpate interessiert oder Bedarf an einem Familienpaten hat, kann sich an Maike Hahn bei der Kreisverwaltung Mainz-Bingen wenden, Telefon: 0 61 32 / 787 - 31 68 oder E-Mail: hahn.maike@mainz-bingen.de.

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