Schulsanitätsdienst an der Kaiserpfalz-Realschule Ingelheim
Landrat dankt Schülern für vorbildlichen Einsatz
Lehrerein Gisela Zeikat, Schulsanitäterin Burcu Pekdemir,
Schulleiterin Sabine Reich,
Schülersprecher Jonas Michel mit der Patientin Elisa Diehl,
Schulsanitäterin Betül Tarhan, Landrat Claus Schick,
1. Kreisbeigeordneter Adam J. Schmitt und
DRK-Verbindungsschülerin Laura Campilongo.
Seit 2003 werden an der Kaiserpfalz-Realschule Ingelheim Schüler zu Schulsanitätern ausgebildet, um im Notfall durch Erste-Hilfe-Maßnahmen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Als nun im Mai an der Schule eine Schülerin mit ihrem Fahrrad verunglückte, wurde diese vorbildlich von zwei Schulsanitäterinnen und einem Schüler versorgt. „Als es darauf ankam, habt ihr vorbildlich Erste Hilfe geleistet, eurer verletzten Mitschülerin Trost gespendet und dafür gesorgt, dass sie schnell in ärztliche Behandlung kommt“, lobte Landrat Claus Schick den beiden Schulsanitäterinnen Betül Tarhan und Burcu Pekdemir sowie Schülersprecher Jonas Michel im Beisein des zuständigen Ersten Kreisbeigeordneten Adam J. Schmitt für deren Einsatz. Vom Deutschen Roten Kreuz gab es eine Ehrenurkunde für die Schulsanitäterinnen.
„Mein persönlicher Dank an euch gilt auch stellvertretend für die übrigen der insgesamt 42 Schulsanitäter der Klassen neun und zehn hier an der Kaiserpfalz-Realschule“. Aus der Sicht des Landrates profitierten die in mehrfacher Hinsicht von der Ausbildung zu Schulsanitätern. Dies bestätigte auch die für den Schulsanitätsdienst zuständige Lehrerin Gisela Zeikat: „Neben dem Schulalltag lernen die Schülerinnen und Schüler auf ehrenamtlicher Basis Verantwortung für andere zu übernehmen und leisten einen sozialen Beitrag für ein gesundes Miteinander. Über die Versorgung im Bereich der Ersten Hilfe hinaus, wirkt die Einrichtung des Schulsanitätsdienstes an der Kaiserpfalz-Realschule Ingelheim damit insbesondere sozial und gewaltpräventiv“. Auch die Eltern der der 11-jährigen Patientin Elisa sind den „Kapri-Engeln“ von Herzen dankbar: „Kein Erwachsener hätte sich besser verhalten können. In der heutigen Zeit in der die Medien so viel Schlimmes über die Situation an den Schulen berichten, ist es doch ganz wichtig Jugendlichen die sich vorbildlich verhalten, eine Wertschätzung ihrer sozialen Kompetenz entgegenzubringen“.
Für den Schulsanitätsdienst sind im wöchentlichen Wechsel in einem Dienstplan zwei bis drei Schüler eingeteilt, die mit einem Notfallhandy ausgerüstet sind. Die Schülerin Laura Campilongo, selber ehrenamtlich beim DRK aktiv, ist das Verbindungsglied zum DRK. Die Ausbildung der Schulsanitäter organisiert das Deutsche Rote Kreuz, das im Landkreis Mainz-Bingen 15 Schulen betreut, die einen Schulsanitätsdienst vorhalten. Diese sind verteilt auf die Standorte Bingen, Ingelheim, Gau-Algesheim, Oppenheim, Nierstein und Sprendlingen. Die Schulsanitäter der Kaiserpfalz-Realschule informieren auch die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen über Maßnahmen der Ersten Hilfe. „Außerdem kommt der Schulsanitätsdienst bei sämtlichen Sportveranstaltungen der Schule zum Einsatz“, ergänzt Schulleiterin Sabine Reich abschließend.