Regionale Runde Tische „Jugend in Arbeit“
Unterschiedliche Akteure zusammen gebracht
Die Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit im Landkreis Mainz-Bingen ist ein erklärtes Ziel, das mit vielfältigen Mitteln konsequent verfolgt wird. Die zuständige Kreisbeigeordnete Irene Alt lädt regelmäßig die arbeitsmarktpolitischen Partner zu regionalen runden Tischen „Jugend in Arbeit“ ein, um sich mit der Thematik der Integration Jugendlicher und junger Volljähriger in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt auseinanderzusetzen.
Die Treffen der regionalen runden Tische „Jugend in Arbeit“ finden zentral in Ingelheim und Oppenheim statt. Vertreten beim jüngsten Treffen waren Vertreter der Agentur für Arbeit Mainz, des Centers für Arbeitsmarktintegration Mainz-Bingen und der Handwerkskammer Rheinhessen sowie Fachkräfte des Allgemeinen Sozialen Dienstes und der Schulsozialarbeit. Im Rahmen des Runden Tisches stellten mehrere Maßnahmeträger ihre aktuellen arbeitsmarktpolitischen Angebote für Jugendliche vor:
Herbert Egner (Egner-Consulting) informierte in seinem Vortrag „Schule. Handwerk. Zukunft“ über ein Pilotprojekt an der Grund- und Hauptschule Budenheim. Durch individuelle Unterstützung, Teamarbeit und Kooperation mit vielen Partnern sollen die Chancen der Schülerinnen und Schüler auf dem Ausbildungsmarkt erhöht werden. Ziel ist, dass 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler nach der 9. Klasse einen Ausbildungsplatz erhalten.
Magdalena Patolla und Frank Jähne vom CJD stellten ihr Schulverweigerungsprojekt „Die 2. Chance“ vor. Sie führen aus, dass derzeit rund acht Prozent eines jeden Jahrgangs die Schule ohne Abschluss verlassen. Durch individuelle Einzelhilfe und pädagogische Beratung soll der aktiven und passiven Schulverweigerung entgegengewirkt werden.
Donya Gilan vom Institut zur Förderung von Bildung und Integration Consulting (INBI) informierte über Ihr Projekt „Toleranz, Ausbildung, Kompetenz und Engagement im Team“ (TAKE IT). Die Maßnahme beinhaltet die Qualifizierung, Unterstützung und Aktivierung von Jugendlichen, insbesondere mit Migrationshintergrund, an der Schnittstelle vom Übergang der Schule in den Beruf.
Nach dem Informationsblock nutzen die Teilnehmer die Möglichkeit zum konstruktiven Erfahrungsaustausch. Kreisbeigeordnete Alt zeigte sich erfreut darüber, dass sich durch die Einberufung der runden Tische alle Beteiligten persönlich kennen lernen und Netzwerke bilden können. Gemeinsam kann somit die Integration von jungen Menschen in den Arbeitsmarkt optimiert werden. Um die Zusammenarbeit aller Mitwirkenden weiterhin voranzubringen, sind in diesem Jahr noch zwei weitere Regionale Runde Tische „Jugend in Arbeit“ geplant.