Ökoprofit geht in die zweite Runde
Einsparpotentiale aufdecken
Ökologisch arbeiten und trotzdem den Profit erhöhen, das ist das Ziel des Projektes Ökoprofit. Im Landkreis Mainz-Bingen ging es nun in die zweite Runde. Sechs Betriebe machen mit. Sie nehmen in den kommenden Monaten unter Anleitung und Begleitung des Umwelt- und Energieberatungszentrums des Landkreises Mainz-Bingen und des Umweltberatungsbüros Arqum ihre internen Betriebsabläufe unter die Lupe und erkunden ökologisches und finanzielles Einsparpotential.Mit dabei sind die AMC - Alfa Metalcraft Corporation Handelsgesellschaft mbH aus Bingen, die Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbH (Ingelheim), die EWG - Energie- und Wasserversorgungs- GmbH Alzey, der Bodenheimer Herdt Verlag für Bildungsmedien GmbH, der Bauhof der Stadt Oppenheim und die Rheinberg Kellerei GmbH aus Bingen. In acht gemeinsamen Workshops werden innerhalb eines Jahres alle umweltrelevanten Themen bearbeitet, um Verbesserungsmaßnahmen für den betrieblichen Umweltschutz festzulegen und gegebenenfalls auch umzusetzen. Die Betriebe erhalten zu jedem Themenbereich Unterlagen mit Praxisbeispielen. Zusätzlich werden die Betriebe in jeweils vier Terminen vor Ort durch Arqum bei der Umsetzung unterstützt. Hier werden Verbesserungen und mögliche Einsparpotenziale der Betriebe beispielsweise in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall ermittelt. Gemeinsam mit den Umweltberatern werden Lösungen erarbeitet und es wird überprüft, ob diese wirtschaftlich realisierbar sind.
Das Modell ÖKOPROFIT stammt aus Graz und wird bereits in über 80 deutschen Städten und 17 anderen Staaten durchgeführt. So konnten beispielsweise in der ersten Ökoprofit-Runde im Landkreis Mainz-Bingen Einsparungen in Höhe von über 800 000 Euro erreicht werden. Außerdem konnten durch unterschiedlichste Maßnahmen die CO2-Emissionen um etwa 1.161 Tonnen reduziert werden. Ökoprofit ist dabei eine einfache und kostengünstige Vorstufe zum Umweltmanagementsystem und bietet große Imagevorteile durch die Ökoprofit-Auszeichnung, die am Ende des Projektes durch den Landrat verliehen wird. Durch die Teilnahme leisten die Betriebe einen Beitrag zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Wirtschaftsstandortes im Landkreis Mainz-Bingen.
Träger von Ökoprofit ist die Kreisverwaltung, die das Projekt gemeinsam mit der Arqum GmbH betreut, die RKW Rheinland-Pfalz GmbH, die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen und die Handwerkskammer Rheinhessen unterstützen das Projekt mit Rat und Tat.
Weitere Informationen gibt es bei Helmut Spoo (Umwelt- und Energieberatungszentrum des Landkreises) unter 0 61 32 / 787 - 21 70 und Dirk Vogt, Arqum GmbH, unter 069 / 60 60 73 – 31.