„Berufliche Perspektiven gemeinsam gestalten – Integration ermöglichen“

Fachtagung am 24.09.2009 in der Kreisverwaltung in Ingelheim

Die berufliche Integration und damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Erwerbsprozess ist zentrale Voraussetzung für einen sozial erfolgreichen Integrationsprozess erwerbsfähiger Migrantinnen und Migranten. Hierzu führt das Rheinhessische Unternehmensgründungsnetzwerk RUN in Kooperation mit der Kreisverwaltung Mainz-Bingen im Rahmen der jährlichen Netzwerktagung eine informative Fachtagung am 24. September 2009, ab 10.00 Uhr im Kreistagssaal der Kreisverwaltung, Georg-Rückert-Straße 11. 55218 Ingelheim, durch.

Die aus Sicht der Kostenträger notwendige „kurzfristige“ Vermittlung oder der Start in die Selbstständigkeit ist für die betroffenen Personen und deren Berufsbiografie nicht immer einfach.
Die „neue“ Tätigkeit berücksichtigt die vorhandenen Qualifikationen und Kompetenzen nur bedingt, eine nachhaltige Perspektive bleibt oft unberücksichtigt. Die mangelnde Anerkennnung von Berufsabschlüssen im Herkunftsland, die fehlende Dokumentation erworbener nichtformaler Kompetenzen, das selten nachzuweisende Erfahrungswissen aus langjähriger Berufstätigkeit – sind nur einige Beispiele der Hürden, die vorhandenen Potenziale der Menschen erkennen und fördern zu können.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung werden das Modell einer umfassenden und personenzentrierten „Prozesskette der (beruflichen) Integration“  und praktische Beispiele der Prozessmodule vorgestellt.
Das Symposium, das sich neben den Netzwerkpartnern auch an Mitglieder von Ausländerbeiräten und Migrantenorganisationen in der Region richtet, wird in Kooperation mit dem bundesweit aktiven Netzwerk „Integration durch Qualifizierung IQ“ durchgeführt und von Landrat Claus Schick um 10.00 Uhr eröffnet.
Landrat Schick sieht in der Fachtagung eine sehr sinnvolle Unterstützung, denn „das Netzwerk ist nicht nur in der Gründungsberatung sehr aktiv, sondern nimmt sich auch weiterer vielfältiger arbeitsmarktpolitischer Themen an.“ „Regional abgestimmte Arbeitsmarktimpulse sind für Rheinhessen Erfolg versprechender“ führt er weiter aus.

RUN bietet Menschen im ALG II- Bezug seit 2008 mit finanzieller Unterstützung des rheinland-pfälzischen Arbeitsministeriums aus ESF-Mitteln und der vier rheinhessischen JobCenter Beratung und Begleitung bei ihrem Weg von der Arbeitslosigkeit in die Existenzgründung. Beratungsbüros bestehen in Mainz und in Alzey. Zu den Netzwerkakteuren gehören u.a. die Stadt Mainz, der Landkreis Mainz-Bingen, der Landkreis Alzey-Worms sowie die Stadt Worms, das Arbeits- und das Wirtschaftsministerium RLP, Agentur für Arbeit, die vier JobCenter, IHK und HwK Rheinhessen, Sparkasse Mainz und die Wirtschaftsjunioren Rheinhessen.

Das bundesweite IQ-Netzwerk mit seinen sechs Kompetenzzentren mit insgesamt 42 Projekten wird von Bundesarbeitsministerium und Bundesagentur für Arbeit gefördert und zielt auf den Ausbau flächendeckend wirksamer Unterstützungsstrukturen für die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten.

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